«Anleger sollten der Rallye nicht hinterherjagen»

Michael Blümke warnt vor einer übertriebener Euphorie der Anleger. (Bild pd)
Michael Blümke warnt vor einer übertriebener Euphorie der Anleger. (Bild pd)

Nach einem schwierigen Jahr 2022 erlebten Aktien in den USA, Europa und Asien seit Oktober eine kräftige Erholung. Michael Blümke, Senior Portfolio Manager bei ETHENEA Independent Investors, warnt aber vor einer übertriebener Euphorie.

22.02.2023, 11:42 Uhr
Finanzplätze

Redaktion: sw

«Vor dem Hintergrund weiter rückläufiger Gewinne gehen wir davon aus, dass viele Werte kurzfristig zu viel und zu schnell gestiegen sind. Wider Erwarten erleben wir erneut die oft zitierte ‘Fear Of Missing Out’. Nachhaltig – im Sinne von ‚es geht genauso weiter‘ – ist diese Rallye auf keinen Fall», schreibt Blümke.

Innerhalb relativ kurzer Zeit wurde bei vielen Indizes bereits ein Grossteil der Verluste des vergangenen Jahres aufgeholt. So notieren europäische Indizes – wie der DAX oder der EURO STOXX 50 – nur noch rund fünf Prozent unter ihren vor 13 Monaten erreichten Allzeithochs. Dem technologielastigeren S&P 500 hingegen fehlen noch gut 15 Prozent zu seinen Höchstständen. Von den jeweiligen Tiefstständen gerechnet, wurde auf beiden Seiten des Atlantiks in nur vier Monaten eine beachtliche Performance generiert. Zwar scheine eine Rezession vermieden zu sein, aber die Wachstumserwartungen sind «immer noch maximal durchschnittlich». Beispielsweise habe das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P500 mittlerweile schon wieder ein Niveau erreicht, das mit dem «als teuer identifizierten Umfeld direkt vor der Covid-Krise vergleichbar ist.»

«Mit dem Gedanken, dass wir bereits die Tiefststände gesehen haben, kann ich mich jedoch anfreunden. Unter dem Vorbehalt, dass sich tatsächlich ein Boden bei den Gewinnerwartungen einstellt, sind Konsolidierungen von diesem Niveau als Kaufkurse zu betrachten. Ich rate davon ab, dieser Rallye hinterher zu jagen», lautet das Fazit bei ETHENEA.

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