Zeichen für Schweizer Asset Management stehen gut

Der Bundesrat sieht grosse Chancen für einen nachhaltigen Finanzplatz Schweiz und will den Regulierungsrahmen optimieren. (Bild: Shutterstock.com/K Sahachatz)
Der Bundesrat sieht grosse Chancen für einen nachhaltigen Finanzplatz Schweiz und will den Regulierungsrahmen optimieren. (Bild: Shutterstock.com/K Sahachatz)

Asset Management spiele eine zentrale Rolle bei der Finanzierung der Realwirtschaft und der Vorsorgewerke sowie im Bereich Sustainable Finance, betonte Iwan Deplazes, der Präsident des Branchenverbandes Amas, am Asset Management Day.

26.09.2021, 06:00 Uhr

Redaktion: rem

Am Asset Management Day, der am Freitag in Bern stattfand, befassten sich ausgewiesene Referentinnen und Referenten mit dem Thema "Perspektiven für das Schweizer Fonds- und Asset Management“. In seiner Begrüssungsrede ging Iwan Deplazes, Präsident der Asset Management Association Switzerland (AMAS), auf die Bedeutung des Asset Managements ein: "Das Asset Management ist ein wachsendes Segment des Schweizer Finanzplatzes und trägt zu dessen Diversifizierung bei. Wir wollen ein Grundverständnis für unsere Industrie schaffen und die zentrale Rolle aufzeigen, welche sie bei der Finanzierung der Realwirtschaft und der Vorsorgewerke sowie im Bereich Sustainable Finance spielt. Asset Management ist für uns alle von Relevanz."

Bundesrat sieht grosse Chancen für nachhaltigen Finanzplatz

Im Anschluss äusserte sich Daniela Stoffel, Staatssekretärin für internationale Finanzfragen, Eidgenössisches Finanzdepartement, zur Rolle des Bundes betreffend den Asset Management Standort Schweiz. Wichtige Pfeiler seien der Marktzugang sowie die Nachhaltigkeit, sagte sie. Der Bundesrat sehe grosse Chancen für einen nachhaltigen Finanzplatz Schweiz und wolle den Regulierungsrahmen optimieren. Industrie und Verbände seien aufgefordert, Nachhaltigkeit voranzutreiben und die Massnahmen des Bundesrates zu vertiefen und umzusetzen.

Markus Leippold vom Department of Banking and Finance der Universität Zürich zeigte die Wirkung und die Vorteile von Impact Investing auf. Von 2016 bis 2020 nahmen nachhaltige Vermögen um über 50% auf USD 35,3 Bio. zu. Die grösste Herausforderung auf dem Weg in Richtung ESG Investing sei die schlechte Datenqualität, betonte er.

Jürg Fausch vom Institut für Finanzdienstleistungen IFZ erläuterte die wichtigsten Erkenntnisse aus der Asset Management Study 2021 (investrends.ch berichtete). Die Branche erzielte im vergangenen herausfordernden Jahr ein starkes Wachstum von 10,6% und erreichte mit rund 2,8 Bio. CHF an verwalteten Vermögen einen neuen Höchststand. Die Hauptgründe für diese erfreuliche Entwicklung waren die sich erholenden Finanzmärkte und Neugelder in der Höhe von 100 Mrd. CHF.

Patrick Odier, Präsident des Verwaltungsrates, bei Lombard Odier sowie Präsident bei Swiss Sustainable Finance (SSF) und Building Bridges, sprach zur Multi-Stakeholder-Bewegung Building Bridges, deren zweite Ausgabe vom 29. November bis 2. Dezember 2021 in Genf stattfinden wird. Diese fokussiert auf die Themen "Wirkung und Transparenz", "Missverhältnis von Angebot und Nachfrage" sowie "Fintech für die Sustainable Development Goals". Sie soll Einfluss auf die globale Agenda nehmen und alle relevanten Akteure zu einem konzertierten Vorgehen bewegen.

Neue Vorstandsmitglieder in der Amas

Ebenfalls am Freitag fand die Generalversammlung der AMAS statt. Neu in den Vorstand wurden August Benz, Leiter Private Banking und Asset Management, stv. CEO der Schweizerischen Asset Management Association Switzerland Bankiervereinigung, und Alexandre Meyer, Limited Partner, Lombard Odier Group, gewählt. Der Vorstand setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen: Iwan Deplazes (Präsident), Charlotte Bänninger (Vizepräsidentin), August Benz, Felix Haldner, Martin Jufer, Alexandre Meyer, Laurent Ramsey, Mirjam Staub-Bisang und André Ullmann. Die Vertretungen des Auslandbankenverbandes und der Credit Suisse sind derzeit noch offen.

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