Bundesrat beschliesst Massnahmen für nachhaltigen Finanzplatz
Der Bundesrat will die Position der Schweiz als nachhaltigen Finanzplatz stärken. (Bild: Shutterstock.com/Mario Krpan)
Der Bundesrat will die Position der Schweiz als ein führender Standort für nachhaltige Finanzdienstleistungen weiter ausbauen. Die beschlossenen Massnahmen sollen die Transparenz verbessern, die Risikoanalyse stärken und das internationale Engagement der Schweiz ausweiten.
Der Bundesrat sieht grosse Chancen für einen nachhaltigen Finanzplatz Schweiz. Er hat 2019 das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) beauftragt, in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU), bis Ende 2020 in den Bereichen Transparenz und Risikobewertung den Handlungsbedarf weiter zu vertiefen und gegebenenfalls gesetzliche Anpassungen vorzuschlagen. Dabei seien die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes stetig verbessert werde und gleichzeitig der Finanzplatz einen effektiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten könne.
Gestützt auf die Erkenntnisse dieser Arbeiten hat der Bundesrat am Montag folgende Massnahmen beschlossen:
Die Behörden sollen eine verbindliche Umsetzung der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) für Schweizer Unternehmen der Gesamtwirtschaft erarbeiten. Diese sollen aufzeigen, wie sie mit Klimarisiken in den Bereichen Gouvernanz, Strategie und Risikomanagement umgehen und welche Kennzahlen und Ziele sie benutzen. Der Bundesrat empfiehlt den Unternehmen zudem, die TCFD-Empfehlungen bereits jetzt anzuwenden.
Bis im Herbst 2021 soll das SIF, in enger Zusammenarbeit z.B. mit dem BAFU, bei Bedarf dem Bundesrat Anpassungen im Finanzmarktrecht vorschlagen, welche das sogenannte Greenwashing, also das Vortäuschen nachhaltiger Geschäftstätigkeit im Umweltbereich, verhindern. Dabei ist die internationale Entwicklung, insbesondere in der EU, zu berücksichtigen, damit Schweizer Finanzprodukte exportfähig bleiben.
Der Bundesrat empfiehlt den Finanzmarktakteuren Methoden und Strategien zu veröffentlichen, wie sie – entsprechend den bestehenden rechtlichen Treue- und Sorgfaltspflichten – Klima- und Umweltrisiken bei der Verwaltung von Vermögen ihrer Kundschaft berücksichtigen. Das SIF informiert den Bundesrat bis Ende 2022, ob und wie diese Empfehlung befolgt wird.
Die Schweiz baut ihr Engagement an internationalen Umweltkonferenzen und Initiativen weiter aus. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Offenlegung von Umweltinformationen und die Internalisierung von Umweltkosten gelegt. Zudem wird die Organisation einer künftigen UNO-Klimakonferenz durch die Schweiz geprüft.
Diese Massnahmen stehen laut Bundesrat im Einklang mit dem Bericht und den Leitlinien zur Nachhaltigkeit im Finanzsektor, welche die Landesregierung im Juni 2020 verabschiedet hat.
Millennium, einer der weltweit grössten Hedge Funds, soll Präsenz in der Schweiz ausbauen
08.09.2026, 07:08 Uhr
Israel «Izzy» Englander gehört zu den ganz grossen im Hedge-Fund-Geschäft: Nun berichtet die «Financial Times», dass er mit seiner Millennium Management die Präsenz in der Schweiz ausbauen will. Offenbar habe...
Raiffeisen: Büroimmobilienmarkt steht wegen KI vor nächster Hürde
03.09.2026, 07:51 Uhr
Die Nachfrage nach Büroflächen hat sich trotz Homeoffice wieder erholt. Doch nun steht mit KI die nächste Herausforderung vor der Tür. Die Raiffeisen-Ökonomen rechnen deswegen mit einem spürbaren...
Globaler Anleihen-Ausverkauf beeinflusst auch Aktienmärkte: Geopolitik erreicht die Kapitalmärkte
01.09.2026, 08:21 Uhr
Steigende Ölpreise, hartnäckige Inflationssorgen und eine geldpolitisch aggressivere Fed-Rhetorik haben die Rendite eines globalen Staatsanleihen-Index auf den höchsten Stand seit Mitte 2008 getrieben. In Japan...
AMAS und SECA spannen zusammen: Neuer Schub für Private Markets in der Schweiz
01.09.2026, 08:01 Uhr
Die Asset Management Association Switzerland (AMAS) und die Swiss Private Equity & Corporate Finance Association (SECA) bündeln künftig ihre Kräfte. Mit einer strategischen Kooperation wollen die beiden Verbände...
Partners Group macht weniger Halbjahresgewinn - CEO-Wechsel
01.09.2026, 07:50 Uhr
Der Vermögensverwalter Partners Group hat im ersten Halbjahr in etwa im Rahmen der Markterwartungen abgeschlossen. Geschäftsertrag und Gewinn gingen etwas zurück. Derweil kommt es an der Unternehmensspitze zu einem...
PGIM erweitert MCP-Secondaries-Plattform in den Nahen Osten
31.08.2026, 13:09 Uhr
PGIM baut sein Secondaries-Geschäft im Nahen Osten aus. Der globale Vermögensverwalter von Prudential Financial hat seine Secondaries-Plattform Montana Capital Partners (MCP) in die Region erweitert und dafür eine...
Zürich unter Schock: Vontobel kehrt der Limmatstadt nach mehr als hundert Jahren den Rücken
31.08.2026, 12:43 Uhr
Die 1924 in Zürich gegründete Bank Vontobel wird 2030 ihren Hauptsitz von Zürich nach Baar ZG verlegen. In einem neuen Campus sollen künftig mehr als 1500 Mitarbeitende zusammenarbeiten, die heute auf sieben...
Schweizer Bankenbranche erwartet ein gutes Geschäftsjahr 2026
31.08.2026, 09:27 Uhr
Die Schweizer Banken haben 2025 Rekordergebnisse erzielt und auch 2026 dürfte der Aufwärtstrend laut Experten weitergehen. Wachstumsmotor ist dabei vor allem das Geschäft mit Kommissionen und Dienstleistungen.
US-Staatsverschuldung im Fokus der Anleger
28.08.2026, 09:29 Uhr
Während Ökonomen darüber streiten, ob sich Washington aus dem Schuldenberg herauswachsen kann, rücken für Schweizer Anlegerinnen und Anleger vor allem drei Fragen in den Vordergrund: Frankenstärke, Goldnachfrage...
Franken als KI-Finanzierungswährung: Wie Amazon und Alphabet den Schweizer Anleihemarkt aufmischen
17.08.2026, 07:56 Uhr
US-Technologiekonzerne wie Amazon und Alphabet begeben in diesem Jahr in bisher unbekanntem Ausmass Anleihen in Fremdwährungen – darunter Schweizer Franken. Investoren berichten von steigenden Finanzierungskosten,...