30.04.2026, 21:11 Uhr
Kritische Rohstoffe sind zur tragenden Säule wirtschaftlicher und militärischer Souveränität geworden – und zu einer eigenständigen Anlageklasse. Steigende Nachfrage durch KI, Verteidigung und Energiewende...
Der Private-Equity-Fonds des Asset Managements der Zürcher Kantonalbank übertrifft im zweiten Zeichnungsschluss bereits das Volumen seines Vorgängers. Ein erstes Investment in den Westschweizer Halbleiterspezialisten Kandou AI ist getätigt.
Der vom Asset Management der Zürcher Kantonalbank (ZKB) verwaltete Private-Equity-Fonds «Swisscanto (CH) Private Equity Switzerland Growth II L-QIF KmGK» – kurz Schweizer Wachstumsfonds II – hat per 23. April 2026 seinen zweiten Zeichnungsschluss vollzogen. Dies teilte die ZKB mit. Die Kapitalzusagen belaufen sich seit dem Fundraising-Start im März 2025 auf 190,9 Millionen Franken. Damit liegt das Volumen bereits über jenem des im März 2020 finalisierten Vorgängerfonds, der mit 180,6 Millionen Franken geschlossen worden war.
Die Zürcher Kantonalbank selbst beteiligt sich mit 25 Millionen Franken am neuen Vehikel. Die Investorenbasis hat sich gegenüber dem ersten Schweizer Wachstumsfonds um über ein Drittel auf mehr als 50 qualifizierte Anlegerinnen und Anleger erweitert.
«Angesichts des anspruchsvollen Marktumfelds werten wir diese Entwicklung als besonders erfreulich», kommentiert René Nicolodi, Leiter Aktien und Leiter Investment Committee Private Equity im Asset Management der ZKB.
Das erste Portfoliounternehmen steht bereits fest: Kandou AI, ein in der Westschweiz ansässiger Halbleiterspezialist, entwickelt hochenergieeffiziente Datenverbindungslösungen für KI-Rechenzentren. Weitere Beteiligungen befinden sich in der vertieften Prüfung. «Wir gehen davon aus, in den kommenden Monaten zusätzliche Investments bekanntgeben zu können», so Nicolodi. Der Anlagefokus liegt auf Wachstumsunternehmen mit Sitz und operativer Tätigkeit in der Schweiz, die aussichtsreiche Technologien und skalierbare Geschäftsmodelle in den Bereichen Gesundheit, Industrie sowie Informations- und Datendienstleistungen vorweisen und sich in der Expansionsphase befinden.
Mit dem Schweizer Wachstumsfonds II legt das Asset Management der Zürcher Kantonalbank bereits sein drittes Private-Equity-Programm auf. Neben dem geschlossenen Vorgängerfonds wurde Ende Oktober 2024 auch der globale Dekarbonisierungsfonds zum finalen Zeichnungsschluss gebracht. «Mit inzwischen über 500 Millionen Franken verwaltetem Kapital in drei Private-Equity-Programmen und einem personell verstärkten Team untermauern wir unsere Stellung in den Bereichen Schweizer Wachstumsunternehmen und Dekarbonisierungslösungen nachhaltig», so Nicolodi weiter.
Der Fonds richtet sich an qualifizierte Investorinnen und Investoren mit langfristigem Anlagehorizont und Eignung für illiquide Positionen. Zeichnungen sind voraussichtlich bis Ende Oktober 2026 möglich, das finale Closing ist für das vierte Quartal 2026 angesetzt. Für Vorsorgeeinrichtungen besteht laut der Mitteilung der Zugang über die Swisscanto Anlagestiftung. Die Investitionen gelten als alternative Anlagen in Private Equity gemäss Art. 53 Abs. 1 Bst. dter und/oder Bst. e der Verordnung und können der Anlagekategorie «nicht kotierte schweizerische Anlagen» zugerechnet werden.