Europas strategische Wende: Für Nordea stehen drei Unternehmen im Fokus

René Møller Petersen, Leitender Portfoliomanager des Nordea 1 – Empower Europe Fund (Bild: Nordea)
René Møller Petersen, Leitender Portfoliomanager des Nordea 1 – Empower Europe Fund (Bild: Nordea)

Die jüngsten Spannungen in der Strasse von Hormus haben Europas Verwundbarkeit im Energiebereich erneut vor Augen geführt. Für institutionelle Anleger ist das mehr als eine kurzfristige Marktreaktion. Es unterstreicht einen langfristigen Strukturwandel, schreibt René Møller Petersen von Nordea.

06.07.2026, 11:33 Uhr
Aktien | Anlagefonds | Anlagestrategie

Autor: René Møller Petersen Leitender Portfoliomanager Nordea 1 – Empower Europe Fund

Redaktion: asc

Die Energieversorgung ist nur ein Aspekt einer umfassenderen Herausforderung. Ähnliche Verwundbarkeiten bestehen bei Lieferketten, industrieller Produktion, Schlüsseltechnologien und der Sicherheitsinfrastruktur. Europas Abhängigkeit von externen Anbietern für Rohstoffe, Halbleiter und Verteidigungskapazitäten ist in den vergangenen Jahren zunehmend sichtbar geworden.

Europa reagiert darauf mit umfangreichen Investitionen. Kapital fliesst verstärkt in Projekte und Unternehmen, die dazu beitragen, strategische Abhängigkeiten zu reduzieren und die wirtschaftliche sowie technologische Widerstandsfähigkeit des Kontinents zu stärken.

Drei Themenfelder stehen im Zentrum

Für Investoren rücken damit Unternehmen in den Fokus, die von diesem Strukturwandel profitieren und Lösungen in den Bereichen Energie, Industrie und Sicherheit bereitstellen. Besonders relevant sind drei Themenfelder: Energie-Resilienz, die Rückverlagerung industrieller Produktion sowie Verteidigung und Cybersicherheit.

Mit der steigenden Bedeutung der Energiesicherheit nehmen Investitionen in Elektrifizierung und moderne Stromnetze zu. Gleichzeitig verlagern Unternehmen kritische Wertschöpfungsketten zurück und investieren in moderne Fertigungstechnologien, Automatisierung und Digitalisierung. Das veränderte geopolitische Umfeld führt zudem zu höheren Ausgaben für Verteidigung, Cybersicherheit und Dual-Use-Technologien.

René Møller Petersen, Leitender Portfoliomanager des Nordea 1 – Empower Europe Fund, ordnet die Entwicklung ein: «Die Trends, die Europas Transformation vorantreiben, beschleunigen sich weiter», so Petersen. Man sehe weiterhin Unternehmen, die nachhaltige Wettbewerbsvorteile aufbauten, die vom Markt noch nicht vollständig eingepreist seien.

Drei Unternehmen im Fokus

Wie sich dieser Wandel in einzelnen Unternehmen widerspiegelt, zeigen die folgenden Beispiele:

  • Hensoldt ist ein deutsches Verteidigungsunternehmen, das Komponenten für Waffensysteme, Radarsysteme sowie elektronische Aufklärungs- und Optronsysteme liefert. Man könnte sagen, dass Hensoldt den modernen Streitkräften die Augen und Ohren liefert. Das Unternehmen ist ein wichtiger Zulieferer für Programme wie den Eurofighter Typhoon und hat eine wichtige Rolle bei der Ausweitung moderner Luftverteidigungs- und Überwachungssysteme in Europa gespielt.
  • Invisio ist ein schwedisches Small-Cap-Unternehmen, das fortschrittliche integrierte Kommunikationssysteme entwickelt, die speziell für den Einsatz in extremen Umgebungen und kritischen Missionen ausgelegt sind.
  • Theon ist ein griechisches Midcap-Unternehmen und weltweit führend in der Entwicklung und Herstellung von Nachtsicht- und Wärmebildsystemen für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen.

Ausblick

Europas Transformation ist bereits im Gang. Mit den Investitionen in Energie, Industrie und Sicherheit entsteht ein langfristiger Strukturwandel, der die europäische Wirtschaft und die Kapitalmärkte in den kommenden Jahren prägen dürfte.

*Die Nennung einzelner Unternehmen oder Anlagen stellt weder eine Kauf- noch eine Verkaufsempfehlung dar. Sie dient ausschliesslich der Veranschaulichung.*

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