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Sammelstiftung Vita kündigt Strategiewechsel an

Die Sammelstiftung Vita blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Nun wurden strategische Weichenstellungen angekündigt: Ab 2028 wird die Sammelstiftung Vita autonom geführt. Dieser Schritt sei jedoch keine Loslösung von der Zürich, betonen die Verantwortlichen.

25.06.2026, 12:06 Uhr
Asset Management | Versicherungen | Vorsorge

Redaktion: asc

Die Sammelstiftung Vita zählt zu den bedeutendsten teilautonomen Sammelstiftungen der Schweiz. Sie betreut rund 150'000 aktive Versicherte sowie 9'000 Rentnerinnen und Rentner und verwaltet ein Vermögen von über 22 Milliarden Franken. Über 27'500 Unternehmen haben ihre berufliche Vorsorge der 2003 von der Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft gegründeten Stiftung anvertraut.

Die Sammelstiftung ist erfolgreich: Sie erzielte 2025 eine Netto-Performance von 6,4 Prozent, wobei Schweizer Aktien und Immobilien die grössten Renditebeiträge lieferten. Der Deckungsgrad stieg auf 115 Prozent per 31. Dezember 2025, so die Sammelstiftung in einer Mitteilung. Gleichzeitig publizierte die Stiftung heute ihren Geschäftsbericht sowie erstmals auch einen eigenständigen Nachhaltigkeits- und Governance-Bericht.

Ab 2028 autonom

Nun steht ein strategischer Meilenstein bevor: Ab 2028 wird die Sammelstiftung Vita autonom geführt. «Wir haben in den letzten Jahren eine Grösse erreicht, die es uns erlaubt, die Risiken Tod und Invalidität selbst tragen zu können», sagt Geschäftsführer Rolf Wehrli. «Als autonome Stiftung haben wir mehr Gestaltungsmöglichkeiten und können bei gleicher Qualität und Sicherheit den meisten Kunden ein preislich attraktiveres Angebot anbieten.»

Der Schritt zur Autonomie bedeutet keine vollständige Loslösung von Zurich: Die Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft übernimmt künftig die Rückversicherung für die Risiken Tod und Invalidität und stellt weiterhin die Verwaltung sicher.

Neue Verzinsungspolitik ab 2027

Auch bei der Verzinsung der Altersguthaben setzt Vita auf eine Neuausrichtung. Langfristig strebt die Stiftung eine durchschnittliche Verzinsung von rund 3 Prozent pro Jahr an. Für 2026 werden die Altersguthaben noch mit bis zu 4 Prozent verzinst. Ab 2027 wird die Verzinsung jeweils retrospektiv Ende Jahr festgelegt – ein Systemwechsel, der die Vergleichbarkeit mit anderen Vorsorgeeinrichtungen verbessern soll. Die Bekanntgabe für 2025 war die letzte im Voraus.

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