27.08.2026, 09:12 Uhr
Die Konzentration am US-Aktienmarkt war Anfang Jahr ungewöhnlich hoch, wodurch zahlreiche Portfolios stark von der Entwicklung einer kleinen Gruppe von Titeln abhängig waren. Seither hat sich das Bild jedoch...
Anhaltende Unsicherheit an den Märkten und zunehmend vielfältige Anlegererwartungen verleihen Multi-Asset-Fonds in der Vermögensverwaltung wachsende Bedeutung. Dies schreibt Rozenn Le Cainec, Co-Director Multi Assets, Rates & Credit Specialties, bei LBP AM.
Ob als offene Fonds oder als Spezialmandate: Laut LBP AM bieten Multi-Asset-Fonds Lösungen einen flexiblen Rahmen, um Renditeziele, Risikomanagement und Kapitalerhalt miteinander zu verbinden – und gleichzeitig unterschiedlichen Anlagevorgaben und Präferenzen Rechnung zu tragen.
Entscheidend ist dabei, die Anlagelösung auf das jeweilige Risikoprofil abzustimmen. Dies schreibt Rozenn Le Cainec, Co-Director Multi Assets, Rates & Credit Specialties, bei LBP AM. Die Flexibilität von Multi-Asset-Portfolios ermögliche es, auf unterschiedliche Marktphasen und Anlegererwartungen zu reagieren. Das Risikomanagement ist zu einem zentralen Bestandteil von Vermögensverwaltungsstrategien geworden: Durch eine dynamische Allokation und diversifizierte Renditequellen zielen Multi-Asset-Strategien darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von Portfolios zu erhöhen und gleichzeitig über verschiedene Marktzyklen hinweg Renditechancen zu nutzen.
Multi-Asset-Management kann zudem einer Vielzahl von Anlagezielen gerecht werden. Das Spektrum an Lösungen hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich erweitert – durch die Verbreitung flexibler Fonds, die Einbindung eines gezielten Managements von Verlustrisiken sowie die Entwicklung von Instrumenten, die insbesondere Zugang zu Private Markets bieten, darunter nicht börsenkotierte Fremd- und Eigenkapitalanlagen. Hinzu kommen gezielt eingesetzte Derivate, mit denen sich finanzielle Risiken effizienter absichern lassen.
Durch die Verbindung unterschiedlicher Kompetenzfelder und zahlreicher Instrumente können Asset Manager Risikobudgets und Portfoliokonstruktionsmethoden auf die Anforderungen der jeweiligen Anleger zuschneiden, so Rozenn Le Cainec. Multi-Asset-Lösungen eröffnen Zugang zu Anlagevehikeln, die von Asset-Allokation-Experten gesteuert werden und sich durch eine flexible Portfoliostruktur auszeichnen. Darüber hinaus stehen unterschiedliche Risikoprofile zur Verfügung: Jede Allokation kombiniert Anlageklassen mit möglichst gering korrelierten Risikoverläufen, um ein bestimmtes Volatilitätsniveau für das Gesamtportfolio anzustreben.
Die Diversifikation über mehrere Anlageklassen – Aktien, Anleihen, kotierte oder nicht kotierte Sachwerte – verbreitert die Ertragsquellen und kann dazu beitragen, Marktschocks besser abzufedern. Ein weiterer Vorteil flexibler Allokationsfonds ist die Fähigkeit, das Verlustrisiko in widrigen Marktphasen zu reduzieren. Bei negativen Aussichten können Manager ihr Engagement in einzelnen Anlageklassen zudem reduzieren oder vollständig abbauen.
Das Multi-Asset-Management kann dank der Vielfalt an Ansätzen somit unterschiedliche Herausforderungen meistern. Zugleich lässt sich Anlagen eine zusätzliche gesellschaftliche oder ökologische Ausrichtung geben, indem nachhaltige und gemeinwohlorientierte Themen oder eine sozial verantwortliche Auswahl von Vermögenswerten und Emittenten berücksichtigt werden.