Giordano Lombardo, Group CIO von Pioneer Investments
Giordano Lombardo, Group CIO von Pioneer Investments, äussert sich zu den aktuellen Entwicklungen in Griechenland und skizziert mögliche Szenarien.
01.07.2015, 15:44 Uhr
Redaktion: ce
Die griechische Saga eskalierte dieses Wochende durch Tsipras' Aufruf zu einer Voksabstimmung, die nicht nur Griechlands Zukunft entscheidet, sondern auch die Europas. Diesen kommenden Sonntag wird das griechische Volk über die Bedingungen des institutionellen Dreigestirns der EU Kommission, EZB und IMF abstimmen - jedoch wird diese Abstimmung auch über Griechenland's Verbleib in der Eurozone (ja) oder den möglichen Grexit (nein) entscheiden. Giordano Lombardo, Group CIO von Pioneer Investments kommentiert die jüngste Entscheidung der griechischen Regierung, ein Referendum zu den letzten Bedingungen der Troika durchzuführen und kommt zu folgenden Schlüssen:
Ein klares demokratisches Mandat ist etwas positives. Es könnte dazu beitragen, einen Schritt weiter voran zu kommen zum Vorteil aller beteiligten Akteure und ohne die bisherigen politischen Pattsituationen, die den Prozess ins Stocken geraten liessen. Die aktuellen Entwicklungen sind ein Test für die Zukunft der Eurozone mit weitreichenden Auswirkungen, nicht nur für Griechenland.
Das Resultat ist offen, zwei Möglichkeiten bleiben: Entweder bleibt Griechenland Teil des Euroraums oder es verlässt die Zone unter chaotischen Umständen. Die Volatilität auf den Finanzmärkten wird zweifellos eine Weile bestehen bleiben.
Giordano sieht keinen Grund zur Panik: die Eurozone ist viel besser vorbereitet für eine Krise solchen Ausmasses als noch vor vier Jahren, denn griechische Anlagen sind international gesehen recht gering. Auch werden die Europäischen Institutionen, allen voran die EZB, einer übermässigen Volatilität entgegen steuern.
Der wahrscheinlichste Ausgang des Referendums wird ein Ja zur Eurozone sein. In diesem Fall, bei einem Führungswechsel in der Politik Griechenlands, wird eine Annahme der EU-Bedingungen, neue Finanzierungen und die Umsetzung von strukturellen Reformen von Griechenland unterstützt und mitgetragen. Kapitalkontrollen werden wohl für eine lange Zeit notwendig sein. In der Zwischenzeit wird die Rolle der EZB zur Unterstützung der Aufrechterhaltung des griechischen Bankensystems zentral sein. Aber auch bei diesem Szenario besteht das Risiko, dass eine verlängerte Periode der Unsicherheit sich negativ auf das Vertrauen in der Eurozone auswirkt und damit das aktuelle positive Momentum schwächt.
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