ZKB erreicht mit Frankly eine Milliarde Vorsorgegelder

Immer mehr Online-Dienste buhlen vorab um eine jüngere Kundschaft. Je früher das Vorsorgesparen beginnt, desto mehr zahlt es sich später aus. (Bild: Shutterstock.com/khongtham)
Immer mehr Online-Dienste buhlen vorab um eine jüngere Kundschaft. Je früher das Vorsorgesparen beginnt, desto mehr zahlt es sich später aus. (Bild: Shutterstock.com/khongtham)

Die 3a-Altersvorsorge-App der Zürcher Kantonalbank hat die Marke von 1 Mrd. Franken an verwaltetem Kundenvermögen erreicht. Die Anzahl der Kunden von "Frankly" ist seit der Lancierung im Jahr 2020 auf über 49'000 gewachsen, wie die Bank mitteilt.

23.11.2021, 08:57 Uhr

Redaktion: hf

Die ZKB-Vorsorge-App fürs freiwillige Vorsorgesparen (Säule 3a) habe sich als wichtiger digitaler Kanal im Vorsorgegeschäft der Zürcher Kantonalbank festgesetzt, wird ZKB-CEO Martin Scholl in einer Medienmitteilung zitiert.

Die App war im März 2000 "mit einigem Werbeaufwand", wie das Finanzportal Finews anmerkt, lanciert worden. Wobei - mit einigem Aufwand mag eher noch untertrieben. Auch jetzt noch ist die blau gefärbte Werbung in TV und auf Plakaten fast omnipräsent.

Vorsorgewissen mit "Money Factory"

Ums Finanzwissen ist es in der Bevölkerung eher schlecht bestellt. Das bestätigen Studien immer wieder. Das Finanzportal Fintool tritt dem entgegen. In Kurzvideos vermittelt es leicht verständlich Wissen über Geld und Anlagen. Die Reihe «Money Factory» widmet sich in Form eines SmartBooks speziell der Vorsorge. Lernvideos, Podcasts und Illustrationen liefern Basisinformationen, Zusammenhänge und Tipps.
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Die Anstrengungen scheinen sich zu lohnen. "Frankly" zählt bis heute über 49'000 Kunden und hat Vorsorgegelder von CHF 1 Mrd. eingesammelt. Das Produkt ist wie andere online-Plattformen zur Altersvorsorge (Frankly ist nicht die erste in der Schweiz) erheblich billiger als traditionelle Kanäle. Die App ist einfach zu bedienen, schnell und bietet flexibles Handeln bei der Anlage. Zugeschnitten auf die Risikostruktur von Kundinnen und Kunden schlägt sie zum Einstieg eine persönliche Allokation mit unterschiedlichen Aktienquoten vor. Umgesetzt wird die Strategie mit Fonds der ZKB-Tochter Swisscanto Invest. Wie die Bank weiter mitteilt, konnte aufgrund des gewachsenen Anlagevermögens die Community-Rabattierung zum dritten Mal erhöht werden. Die Gesamtgebühr (All-in-Fee) für Anlegerinnen und Anleger beträgt neu 0,45%. Wie Finews schreibt, nutzt die Bank dabei ein Zückerchen für die Kunden, dass man etwa von Genossenschaften her kennt: Der Versicherer Mobiliar führt den Gewinnüberschuss über Prämienreduktionen an die Kundschaft zurück.

Der Erfolg von Frankly basiere auch auf dem Fokus auf Nachhaltigkeit, lässt die Bank verlauten. Der Anteil der Anlageprodukte, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) als integrale Bestandteile des Anlageprozesses berücksichtigten, sei seit der Einführung im März vor einem Jahr von 16 auf 26% gestiegen.

Das Potenzial im Säule-3a-Geschäft in der Schweiz beziffern Vorsorgeexperten auf rund CHF 120 Mrd. Fr.

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