09.06.2026, 10:53 Uhr
Edmond de Rothschild Asset Management (EdRAM) baut seine quantitative Plattform aus: Die Gesellschaft legt drei erste Fonds der neuen «Quartz»-Reihe auf und verstärkt das Quant-Team um zwei Portfoliomanager. Bis...
Die Schweizer Pensionskassen haben im Mai 2026 deutlich an Schwung gewonnen. Nach Abzug von Gebühren erzielten die über 300 Vorsorgeeinrichtungen im UBS-Sample eine durchschnittliche Rendite von 1,58 Prozent.
Die Bandbreite der Einzelergebnisse fiel mit 0,2 bis 3,21 Prozent breit aus. Seit Jahresbeginn summiert sich die Performance auf 3,18 Prozent – ein Wert, der den Einbruch vom März, als die Kassen im Schnitt 2,62 Prozent verloren, klar wettmacht. Die annualisierte Rendite seit Lancierung der UBS-Erhebung im Jahr 2006 liegt bei 3,40 Prozent. Im Vorjahresmonat hatten die Kassen mit 1,65 Prozent ähnlich gut abgeschnitten, lagen damals jedoch erst bei 1,07 Prozent seit Jahresbeginn.
Im Grössenvergleich verzeichneten kleine Pensionskassen mit verwalteten Vermögen unter 300 Millionen Franken eine Median-Performance von 1,6 Prozent. Sie lagen damit knapp vor den grossen Kassen mit über 1 Milliarde Franken, deren Median bei 1,56 Prozent notierte. Über das laufende Jahr betrachtet kehrt sich das Bild: Mittelgrosse Kassen führen mit 3,24 Prozent, gefolgt von den grossen (3,15 Prozent) und kleinen (3,14 Prozent) Einrichtungen.
Die risikobereinigte Performance verbesserte sich spürbar. Die durchschnittliche Sharpe Ratio über die letzten 36 Monate stieg auf 1,44, nach 1,3 im Vormonat.
Bei den Anlageklassen klafften die Renditen weit auseinander. Globale Aktien führten das Feld mit 4,84 Prozent an, gefolgt von Schweizer Aktien mit 3,29 Prozent – jeweils in Franken gemessen. Der MSCI All Country World Index legte in US-Dollar um 5,4 Prozent zu, und der S&P 500 erreichte Rekordhochs. Gestützt wurde die Rally durch solide Gewinnresultate und das anhaltende Vertrauen der Anlegerinnen und Anleger in das Potenzial künstlicher Intelligenz. Die geopolitischen Risiken, namentlich der Konflikt im Nahen Osten, blieben dabei erhöht.
Schweizer Aktien legten ebenfalls zu, bewegten sich im internationalen Vergleich seit Jahresbeginn aber lediglich im Mittelfeld der Industrieländer.
Deutlich verhaltener fielen die übrigen Anlageklassen aus: Fremdwährungsanleihen rentierten mit 0,49 Prozent, indirekte Immobilien mit 0,17 Prozent, Hedge Funds mit 0,15 Prozent und direkte Immobilien mit 0,13 Prozent. Im Minus schlossen Franken-Anleihen (–0,04 Prozent), Infrastrukturanlagen (–0,07 Prozent) und Private Equity (–0,23 Prozent).
Die Staatsanleihenmärkte zeigten sich volatil, einzelne längerfristige Renditen erreichten Mehrjahrzehnthochs. Hintergrund sind die Erwartung verzögerter Zinssenkungen der US-Notenbank sowie eingepreiste Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, die der Markt angesichts erhöhter Energiepreise und entsprechender Inflationssorgen unterstellt.
Mit Blick nach vorn erwartet das UBS Chief Investment Office, dass Aktien durch starke Gewinne und widerstandsfähige Fundamentaldaten unterstützt bleiben, auch wenn die Volatilität zunehmen könnte. Die Marktführerschaft dürfte sich über die grossen Technologieunternehmen hinaus ausweiten. An den Anleihenmärkten rechnet das CIO kurzfristig mit weiterhin erhöhten Renditen, da die grossen Zentralbanken vorsichtig agieren dürften.