UBS: Schweizer Pensionskassen erzielen Rendite von 4,35 Prozent seit Jahresbeginn

Schweizer PKs haben im Juni 2026 laut UBS eine solide Rendite erzielt (Bild: Adobe Stock)
Schweizer PKs haben im Juni 2026 laut UBS eine solide Rendite erzielt (Bild: Adobe Stock)

Die Schweizer Pensionskassen haben den Juni mit einer soliden Performance abgeschlossen. Wie aus der aktuellen UBS-Studie «Pensionskassen-Performance» hervorgeht, erzielten die im UBS-Sample erfassten Vorsorgeeinrichtungen im vergangenen Monat nach Abzug von Gebühren eine durchschnittliche Rendite von 1,11 Prozent. Die Bandbreite der einzelnen Kassen reichte dabei von minus 1,54 Prozent bis plus 2,33 Prozent.

09.07.2026, 10:09 Uhr
Asset Management | Versicherungen | Vorsorge

Redaktion: asc

Bei der Aufschlüsselung nach Grössenklassen zeigt sich ein bemerkenswertes Bild: Kleine Pensionskassen mit verwaltetem Vermögen unter 300 Millionen Schweizer Franken erzielten im Juni eine Median-Performance von 1,17 Prozent und lagen damit deutlich vor den grossen Kassen mit einem verwalteten Vermögen von über 1 Milliarde Schweizer Franken, die auf 1,02 Prozent kamen. Auch das Risiko-Rendite-Profil verbesserte sich: Die Sharpe Ratio der letzten 36 Monate stieg im Durchschnitt auf 1,48, nach 1,44 im Vormonat.

Schweizer Aktien und Hedge Funds an der Spitze

Auf Ebene der Anlageklassen fiel die Performance im Juni durchwegs positiv aus. In Schweizer Franken gemessen führten Schweizer Aktien mit 4,25 Prozent das Feld an, gefolgt von Hedge Funds mit 2,65 Prozent und globalen Aktien mit 2,46 Prozent. Anleihen in Fremdwährung rentierten mit 1,99 Prozent, Private Equity mit 1,82 Prozent und Infrastrukturanlagen mit 1,21 Prozent. Am unteren Ende der Skala lagen Anleihen in Schweizer Franken mit 0,82 Prozent, indirekte Immobilienanlagen mit 0,44 Prozent sowie direkte Immobilienanlagen mit 0,14 Prozent.

Nahost-Deeskalation entlastet die Märkte

Als treibenden Faktor für das positive Marktumfeld nennt die UBS die Fortschritte bei einem Abkommen im Nahen Osten sowie die Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus. Dies habe dazu beigetragen, dass der Brent-Ölpreis im Juni nahezu auf das Vorkriegsniveau zurückgekehrt sei, wodurch die Befürchtungen eines anhaltenden, energiegetriebenen Inflationsschocks nachliessen. Die Zentralbanken blieben dennoch vorsichtig, weshalb die Anleihenmärkte – gemessen in US-Dollar und Euro – nur moderate Renditen verzeichneten.

An den Aktienmärkten sorgte die Volatilität im Technologiesektor für gemischte Signale in den USA: Während der regulär gewichtete S&P 500 im Juni um 2,4 Prozent zulegte, stieg der gleichgewichtete S&P 500 um 5,8 Prozent – ein Hinweis auf eine breitere Marktbeteiligung ausserhalb der grossen Technologiewerte. Europäische Aktien legten in Schweizer Franken gerechnet um 5,3 Prozent zu, Schweizer Aktien um 5,0 Prozent. Die UBS weist jedoch darauf hin, dass diese positive Entwicklung teilweise auch auf die Aufwertung des US-Dollars und des Euros gegenüber dem Schweizer Franken zurückzuführen sei.

UBS CIO erwartet breitere Marktführerschaft

Mit Blick nach vorn geht das UBS Chief Investment Office (CIO) davon aus, dass Aktien weiterhin von einer robusten Konsumnachfrage, einem guten Zugang zu Kapital sowie einer unterstützenden Fiskalpolitik profitieren dürften. Das CIO rechnet zudem damit, dass sich die Marktführerschaft im Verlauf des Jahres 2026 über die grossen Technologieunternehmen hinaus ausweiten wird. Bei ausländischen Anleihen sieht die UBS insbesondere bei hochwertigen Titeln Chancen auf Kursgewinne.

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