FalconX und Sygnum bauen Brücke zwischen reguliertem Banking und On-Chain-Kredit

Der institutionelle Krypto-Prime-Broker FalconX und die Schweizer Digital-Asset-Bank Sygnum spannen zusammen. Die Partnerschaft markiert einen weiteren Schritt zur Konvergenz von tokenisierter Infrastruktur und reguliertem Bankgeschäft, schreiben die Unternehmen in einer Mitteilung.

05.05.2026, 15:33 Uhr
Asset Management

Redaktion: asc

FalconX, einer der grössten institutionellen Prime Broker für digitale Vermögenswerte und Käufer des Schweizer Anbieters 21Shares, hat eine Partnerschaft mit der Sygnum Bank bekannt gegeben. Im Rahmen der Zusammenarbeit erhalten institutionelle und private Vermögenskunden der Schweizer Digital-Asset-Bank über die regulierte Sygnum-Plattform Desygnate Zugang zu einem von FalconX entwickelten On-Chain-Kreditvehikel. Es handelt sich um eine tokenisierte, überbesicherte Kreditfazilität, die auf Vermögenswerten aus dem FalconX-Kredit-Ökosystem basiert.

Sygnum tritt dabei als regulierter Bankvermittler im Auftrag berechtigter Kunden auf. Damit verbinde das Modell die institutionellen Standards einer regulierten Bank mit der Transparenz und Programmierbarkeit der Blockchain-Infrastruktur, heisst es in der gemeinsamen Mitteilung der Häuser.

Mehrschichtige Infrastruktur

Die technische Umsetzung der Fazilität stützt sich auf ein Zusammenspiel mehrerer spezialisierter Anbieter: Pareto liefert die On-Chain-Tresorinfrastruktur, M11 Credit fungiert als Verwaltungs- und Sicherheitenagent, und Keyring übernimmt Compliance-Prüfungen und Zugangskontrollen. Diese Struktur soll eine Teilnahme an On-Chain-tokenisiertem Kredit ermöglichen, ohne von institutionellen Onboarding-, Geldwäscherei- und Governance-Standards abzuweichen.

Im Kern der Konstruktion steht ein Spezialzweckvehikel (SPV) von FalconX, das überbesicherte Kredite an berechtigte Gegenparteien vergibt. Falcon Labs Ltd übernimmt dabei die Funktion des Sicherheitenverwalters. Echtzeit-Überwachung der Sicherheiten, automatisiertes Margin-Management und ein insolvenzgeschütztes Rahmenwerk, das das Investorenkapital vom Konzernbilanzvermögen FalconX' trennt, sollen für die nötige Resilienz sorgen.

«Die Tokenisierung verändert den institutionellen Kreditmarkt, und Institutionen suchen zunehmend nach strukturierten und transparenten Möglichkeiten, an digitalen Kreditmärkten zu partizipieren», lässt sich Austin Reid, Global Head of Revenue and Business bei FalconX, zitieren. Die Partnerschaft erweitere die Reichweite institutionellen On-Chain-Kredits über eine führende Digital-Asset-Bank und setze einen Standard für regulierte Adoption.

Fatmire Bekiri, Head Tokenization bei Sygnum, betont, man sei stolz, mit FalconX zusammenzuarbeiten und Kunden den Zugang zu institutionellem Digital-Asset-Kredit über das Gateway einer regulierten Bank zu eröffnen. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Finanzmärkte On-Chain entwickelten, sei beeindruckend.

Kein Zugang für US-Personen

Die Teilnahme an der Fazilität ist auf berechtigte Sygnum-Kunden beschränkt und unterliegt Zuständigkeitsanforderungen. US-Personen sowie Anlegerinnen und Anleger aus eingeschränkten Jurisdiktionen sind ausgeschlossen. Ausschüttungen erhalten die Teilnehmer aus partizipativen Anteilen an der Fazilität, entsprechend den vom Kreditgeber an den Kreditnehmer verliehenen Beträgen – vorbehaltlich der Bedingungen und Risiken der Fazilität.

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