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Makro-Hedgefonds treiben August-Rally an

Hedgefonds: Nach dem Einbruch im Juli folgte die Erholung (Bild / KI-Collage: Shutterstock)
Hedgefonds: Nach dem Einbruch im Juli folgte die Erholung (Bild / KI-Collage: Shutterstock)

Hedgefonds haben im August ihren Juli-Rückgang vollständig wettgemacht – angeführt von Makro-Strategien, die von steigenden Zinsen und geopolitischer Unsicherheit profitierten. Dies zeit der HFRI Fund Weighted Composite Index, der legte gemäss den am 8. September veröffentlichten Flash-Daten von HFR um 1,7 Prozent zugelegt hat

09.09.2026, 08:29 Uhr
Alternatives | Anlagestrategie | Rohstoffe | Strukturierte Produkte

Redaktion: asc

Die hohen Energiepreisen und der Konflikt im Nahen Osten hinterlassen Spuren: Der HFRI Macro (Total) Index verzeichnete im August ein Plus von 4,1 Prozent und profitierte damit von Verwerfungen in der Schifffahrt sowie an den Rohstoff- und Energiemärkten. Innerhalb der Makro-Strategien ragte der HFRI Macro: Commodity Index mit einem Zuwachs von 10,0 Prozent heraus. Das ist der stärkste Monatsgewinn seit Auflegung des Index im Januar 2008. Der systematische, trendfolgende HFRI Macro: Systematic Diversified/CTA Index kletterte um 3,45 Prozent, der HFRI Macro: Discretionary Thematic Index um 3,4 Prozent und der HFRI Macro: Active Trading Index um 4,5 Prozent.

Auch Kryptowährungen legten kräftig zu: Der HFR Cryptocurrency Index gewann entsprechend 19,4 Prozent und verzeichnete damit seinen stärksten Monat seit November 2024. Deutlich verhaltener entwickelten sich Multi-Manager-Strukturen – der HFRI Multi-Manager/Pod Shop Index verbuchte lediglich ein Plus von 0,4 Prozent.

Auch Equity Hedge profitiert vom Iran-Konflikt

Der HFRI Equity Hedge (Total) Index stieg im August um 1,5 Prozent. Getragen wurde die Entwicklung vom HFRI EH: Energy/Basic Materials Index, der angesichts der Eskalation des militärischen Konflikts mit dem Iran und der damit verbundenen Beeinträchtigung von Energie- und Rohstofftransporten um 4,1 Prozent zulegte. Der HFRI EH: Quantitative Directional Index gewann 2,6 Prozent, der HFRI EH: Fundamental Growth Index 2,4 Prozent. Bemerkenswert ist die Erholung des Technologiesektors: Der HFRI EH: Technology Index legte im August um 1,5 Prozent zu, nachdem er im Juli noch um 5,5 Prozent gefallen war.

Der zinssensitive HFRI Relative Value (Total) Index stieg um 0,3 Prozent, während die Anleiherenditen deutlich anzogen und die US-Notenbank Federal Reserve ihren restriktiven Kurs zur Inflationsbekämpfung bekräftigte. Innerhalb der Relative-Value-Strategien führte der HFRI RV: Multi-Strategy Index mit einem Plus von 1,0 Prozent, gefolgt vom HFRI RV: FI-Asset Backed Index mit 0,7 Prozent.

Event-Driven-Strategien präsentierten sich uneinheitlich: Der HFRI Event-Driven (Total) Index verzeichnete ein knappes Plus von 0,15 Prozent. Der HFRI ED: Credit Arbitrage Index gewann 1,6 Prozent und der HFRI ED: Merger Arbitrage Index 1,5 Prozent, während der HFRI ED: Special Situations Index um schätzungsweise 1,6 Prozent nachgab.

UCITS-Strategien und Performance-Streuung

Auch bei den liquiden UCITS-Strategien zeigte sich ein positives Bild: Der HFRX Market Directional Index stieg um 2,1 Prozent, der HFRX Global Index um 0,8 Prozent. Angeführt wurde die Entwicklung vom HFRX Macro Index mit einem Plus von 1,6 Prozent, wofür massgeblich der HFRX Macro: Systematic Diversified CTA Index mit einer Rendite von 2,4 Prozent verantwortlich war.

Die Streuung der Hedgefonds-Performance verringerte sich im August: Das oberste Dezil der HFRI-FWC-Bestandteile legte im Durchschnitt um 10,3 Prozent zu, während das unterste Dezil um 4,9 Prozent nachgab – eine Top/Bottom-Streuung von 15,2 Prozent gegenüber 21,0 Prozent im Juli. Auf Zwölfmonatssicht bis August 2026 erzielte das oberste Dezil ein Plus von 65,9 Prozent, das unterste Dezil ein Minus von 9,9 Prozent, was einer Streuung von 75,8 Prozent entspricht. Rund 70 Prozent der Hedgefonds erzielten im August eine positive Performance.

«Trotz erheblicher, sich gegenseitig verstärkender makroökonomischer Risiken erzielten Hedgefonds im August starke Gewinne, angeführt von Macro-Strategien», kommentierte HFR-Präsident Kenneth J. Heinz. Angesichts der wachsenden Wahrscheinlichkeit anhaltender Risiken werde eine strategische Kapitalallokation auf die klügsten positionierten Manager entscheidend, um kurz- und mittelfristige Anlegerrenditen zu sichern.

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