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Attraktive Renditen mit klassischen Schweizer Obligationen sind rar geworden. Private Credit in Schweizer Franken eröffnet Pensionskassen neue Ertragschancen und eine breitere Diversifikation ihrer Portfolios.
Dynamisches Exposure Management zielt auf ein Gleichgewicht zwischen Optionserträgen und stabilerer Aktienpartizipation ab.
Der Verkauf von Optionen gewinnt als Strategie zur Erschliessung alternativer Ertragsquellen im Portfolio zunehmend an Bedeutung. Dieser Vorgang verändert jedoch das Renditeprofil sowie die Marktpartizipation einer Strategie, sodass sie eventuell nicht mehr mit den Risiko- und Renditezielen der Investoren übereinstimmt. Das Ziel der meisten Investoren besteht daher darin, Erträge zu erzielen und dabei das langfristige Wachstumspotenzial beizubehalten. Aus diesem Grund sind Aufbau und Umsetzung einer Strategie entscheidend, um das Verhältnis zwischen Ertrag, Risiko und Marktpartizipation zu bestimmen.
Bei einer klassischen Covered-Call-Strategie wird ein Aktieninvestment durch den Verkauf von Call-Optionen auf denselben oder einen eng korrelierten Markt ergänzt. Die durch das Schreiben von Call-Optionen generierten Prämien können eine zusätzliche regelmässige Ertragsquelle bieten. Die systematische Umsetzung dieser Strategie kann für Investoren Sinn machen, die beständige Kapitalflüsse in Vorsorgeportfolios, ertragsorientierten Mandaten oder diversifizierten Multi-Asset-Lösungen anstreben.
Covered Calls sind nicht nur aufgrund ihres Ertrags interessant. Die Optionspreise spiegeln die erwartete Volatilität sowie die Prämie wider, die Investoren für den Schutz vor ungünstigen Marktbewegungen zu zahlen bereit sind. Diese Nachfrage kann dazu führen, dass die implizite Volatilität über der später tatsächlich realisierten Volatilität des Basiswerts liegt. Diese Differenz wird als Volatilitätsrisikoprämie bezeichnet und kann für Verkäufer von Optionen eine zusätzliche Renditequelle darstellen. Systematische Optionsstrategien verfolgen das Ziel, die Volatilitätsrisikoprämie langfristig zu vereinnahmen.
Der Verkauf von Call-Optionen weist jedoch ein spezifisches Ertrags- und Risikoprofil auf. In Seitwärtsmärkten oder bei moderaten Kursrückgängen können Optionsprämien die Portfoliorendite steigern oder Aktienverluste teilweise abfedern. Bei starken Kursanstiegen schränkt die Short-Call-Position hingegen in der Regel die Partizipation am Aufwärtspotenzial ein. Daher weisen klassische Covered-Call-Strategien im Vergleich zu vergleichbaren reinen Aktieninvestments typischerweise eine geringere Volatilität und ein defensiveres Anlageprofil auf. Zugleich generieren sie laufende Optionsprämieneinnahmen, die zu einem gleichmässigeren langfristigen Renditeverlauf beitragen können.
Dynamisches Exposure Management setzt gezielt am defensiven Charakter und am asymmetrischen Renditeprofil klassischer Call-Writing-Strategien an. Da verkaufte Call-Optionen das Aktienmarkt-Exposure reduzieren, nehmen Covered-Call-Portfolios in der Regel weniger stark an Kursanstiegen teil. Auch das Marktengagement verändert sich im Zeitverlauf in Abhängigkeit von der Marktentwicklung. Durch den dynamischen Einsatz von Futures lässt sich dieser Effekt teilweise ausgleichen. Durch die Anpassung der Futures-Position an die jeweilige Marktentwicklung zielt die Strategie darauf ab, eine möglichst konstante Netto-Partizipation am Aktienmarkt sicherzustellen und gleichzeitig durch den Verkauf von Optionen laufende Prämieneinnahmen zu erzielen. Die daraus resultierende Strategie ist weniger defensiv. Sie weist ein symmetrischeres Risiko-Rendite-Profil auf und zielt auf eine konstantere Aktienmarktpartizipation als ein traditioneller Covered-Call-Ansatz ab, mit einer höheren Partizipation an Kursgewinnen in steigenden Märkten. Solche Strategien können für Investoren attraktiv sein, die Optionsprämieneinnahmen erzielen und zugleich langfristig stärker an der Entwicklung der Aktienmärkte partizipieren möchten.
Die folgende Grafik zeigt den möglichen Unterschied auf. Im Vergleich zu einer klassischen Buy-Writing-Strategie weist eine backgetestete Call-Writing-Strategie mit dynamischem Exposure Management über die meisten Marktphasen hinweg sowohl eine höhere als auch eine stabilere Partizipation an der Aktienmarktentwicklung auf.
Dies kann die Partizipation an steigenden Märkten verbessern, führt in der Regel jedoch auch zu einer stärkeren Beteiligung an Marktverlusten. Investoren sollten daher nicht nur die Höhe der durch eine Call-Writing-Strategie erzielten Prämieneinnahmen berücksichtigen, sondern auch deren umfassenderes Risiko-Rendite-Profil. Aktienexposure und Aufwärtspartizipation können je nach Ansatz deutlich variieren. Entscheidend ist die Abstimmung auf individuelle Anlageziele und Risikopräferenzen.
Eine Ertragsstrategie geht über den reinen Verkauf von Optionen hinaus. Die Auswahl der Optionen, das Rebalancing und die Steuerung des Exposures können die Ergebnisse und die Umsetzungskomplexität wesentlich beeinflussen. Ein professionelles Portfoliomanagement kann dazu beitragen, die Strategie an Veränderungen der Liquidität, der Optionspreisbildung und der Marktstruktur anzupassen, ohne dabei die Disziplin und Transparenz des Anlageprozesses zu beeinträchtigen.
Covered Calls bleiben ein bewährter Baustein im Spektrum ertragsorientierter Anlagestrategien. Allerdings gibt es keinen einheitlichen Strategieansatz, der für alle Investoren gleichermassen geeignet ist. Klassische Ansätze können für Investoren attraktiv sein, die einen defensiveren Anlagecharakter priorisieren. Dynamische Strategien mit Exposure Management hingegen können sich eher für Investoren eignen, die neben laufenden Prämieneinnahmen eine stärkere Partizipation an der Aktienmarktentwicklung anstreben und bereit sind, die damit verbundenen höheren Verlustrisiken in fallenden Märkten in Kauf zu nehmen. Das Verständnis der Auswirkungen und Zielkonflikte dieser Ansätze ist entscheidend, um die Rolle von Optionsstrategien im Gesamtportfolio zu beurteilen.
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