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Im Umfeld steigender Zinsen, geopolitischer Unsicherheiten und zunehmend konzentrierter Aktienmärkte zeigt sich die Stärke eines Multi-Asset-Ansatzes: Er verbindet unterschiedliche Renditequellen, erhöht die...
Mit Co-Investitionen können Pensionskassen breit diversifiziert in Infrastruktur investieren und mit «Brownfield»-Anlagen stabile Renditen anstreben. Der Trend zu solchen Anlagen legt weiter zu. Gleichzeitig braucht es fundiertes Know-how, sorgfältige Prüfung und kosteneffiziente Strukturen.
Infrastruktur im aktuellen Marktumfeld
Das Tiefzinsumfeld im Schweizer Franken ist zurück. Gleichzeitig haben sich die Konzentrationsrisiken an den Aktienmärkten erhöht, und viele Titel sind hoch bewertet.
Hinzu kommen geopolitische Spannungen, die für Unsicherheit an den Finanzmärkten sorgen. In diesem anspruchsvollen Umfeld hat sich Infrastruktur in den vergangenen Jahren als eigenständige Anlageklasse bei Pensionskassen etabliert.
Ein Grund dafür sind stabile und stark dekorrelierte Renditen. Infrastrukturprojekte decken oft Grundbedürfnisse von Wirtschaft und Gesellschaft ab, etwa Energie, Transport, Kommunikation oder soziale Infrastruktur. Besonders operative Anlagen können dadurch langfristige und gut planbare Cashflows ermöglichen.
Steigende Investitionen
Seit Infrastruktur unter BVV 2 als eigene Anlageklasse gilt, ist das Interesse weiter gestiegen. Gemäss Bundesamt für Statistik investierten Schweizer Pensionskassen Ende 2024 CHF 16,1 Milliarden in Infrastruktur. Das entspricht 2,4 Prozent der Bilanzsumme.
Grössere Kassen halten tendenziell höhere Infrastrukturquoten. Bei kleineren Kassen liegt der Anteil oft tiefer oder sogar bei null. Gründe dafür können Herausforderungen im Cash-Management und fehlendes internes Know-how sein. Evergreen-Strukturen können Kapitalabrufe teilweise vereinfachen, ändern aber nichts daran, dass Infrastrukturanlagen sehr illiquide bleiben.
Umso wichtiger ist es, spezialisierte Expertinnen und Experten beizuziehen, welche Produkte und Asset Manager vergleichen und die Anlagen im Sinne der Investoren überwachen.
Infrastruktur: Chancen ja – aber wie umsetzen?
Für Schweizer Pensionskassen ist Infrastruktur ein attraktives Anlagefeld, die Kunst liegt in der richtigen Umsetzung. Vor jedem Engagement stehen zentrale Fragen:
Erst wenn diese Punkte geklärt sind und zur eigenen Anlagestrategie passen, kann Infrastruktur ihr Potenzial im Portfolio entfalten.
«Brownfield» und «Greenfield»: zwei Welten in derselben Anlageklasse
Infrastruktur ist nicht gleich Infrastruktur – die Projektphase macht den Unterschied.
«Brownfield»-Anlagen sind bereits operative Projekte mit laufenden Erträgen. Ihr Risiko-Rendite-Profil ähnelt vielfach einer Immobilienanlage: stabile Cashflows, gut planbare Renditen und oft langfristige Vertrags- oder Regulierungsrahmen. Für Pensionskassen mit Fokus auf Kontinuität sind sie besonders geeignet.
«Greenfield»-Anlagen befinden sich in Planung oder Bau. Der Kapitalbedarf ist hoch, und Bau-, Bewilligungs- oder Kostenrisiken können das Ergebnis stark beeinflussen. Das Profil erinnert an Private-Equity-Investitionen, bei denen primär Wertsteigerung angestrebt wird.
Für defensive Infrastrukturportfolios empfehlen sich daher vor allem «Brownfield»-Anlagen als verlässliche Ertragsquelle.
Kostenstruktur: ein zentraler Renditefaktor
Kosten spielen bei Infrastrukturanlagen eine Schlüsselrolle. Gewisse Vehikel nutzen Gebührenmodelle, wie man sie aus Private Equity kennt. Diese müssen zum jeweiligen Renditeprofil passen.
Wichtig sind insbesondere:
Hinzu kommt der typische J-Kurven-Effekt geschlossener Infrastrukturlösungen: Anfangs drücken Investitionen, Gebühren und Aufbaukosten die Rendite, erst später entwickeln sich Cashflows und Erträge positiv. Co-Investments und alternative Gebührenmodelle können diesen Verlauf mildern und den Einstieg effizienter gestalten.
Co-Investments: Diversifikation als Rückgrat im Portfolio
Pensionskassen sollten ihre Infrastrukturrisiken breit streuen, um die gewünschte Stabilität zu erreichen – über Sektoren, Regionen, unterschiedliche Projekte und vor allem Manager. Co-Investments unterstützen dies, indem sie einzelne, gezielte und aufeinander abgestimmte Investments mit unterschiedlichen unterliegenden Managern ermöglichen.
Fazit
Co-Investitionen bilden eine kosteneffiziente Möglichkeit, ein breit diversifiziertes Infrastrukturportfolio aufzubauen. Voraussetzung ist nach wie vor eine sorgfältige Auswahl, fundierte Prüfung und laufende Überwachung – denn Infrastruktur bleibt eine komplexe und illiquide Anlageklasse, die professionelles Management erfordert.
Zurich Invest investiert seit 2013 erfolgreich in Co-Investitionen. Mit unserer Erfahrung und durch enge Überwachung – inklusive Vetorecht bei jeder Transaktion – stellen wir sicher, dass die Interessen der Anleger gewahrt bleiben.
Mit unseren aktuellen – auch CHF-hedged – Evergreen-Lösungen bieten wir Schweizer Pensionskassen einen professionellen und massgeschneiderten Zugang zu Infrastrukturanlagen.
Mehr zu unseren Infrastruktur-Anlagegruppen, die überwiegend in globale Co-Investments mit Fokus auf Core/Core+ Brownfield-Anlagen investieren, erfahren Sie auf der Webseite der Zurich Invest AG unter www.zurichinvest.ch/infra.