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Ein regelmässiger Einkommensstrom rückt in der Vermögensanlage wieder stärker in den Fokus. Laufende Erträge schaffen finanzielle Planbarkeit und können ein Portfolio gezielt ergänzen.
Indexierte Anlagestrategien sind aus institutionellen Portfolios nicht mehr wegzudenken. Doch das Marktumfeld hat sich gewandelt. Was zählt, sind Umsetzungskompetenz, massgeschneiderte Strukturen und ein ganzheitliches Kostenbild jenseits der TER, schreibt Urs von Gunten, Senior Sales, bei Swiss Life Asset Managers.
Indexierte Anlagestrategien sind heute ein unverzichtbarer Pfeiler institutioneller Portfolios. Ihre Stärken – Transparenz, Kosteneffizienz und breite Diversifikation – sind unbestritten und tragen wesentlich zu ihrer Attraktivität bei. Gleichzeitig hat sich das Marktumfeld spürbar weiterentwickelt: Die gestiegenen Anforderungen institutioneller Investoren verdeutlichen, dass ein rein kostengetriebener Ansatz den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt.
Im Vordergrund steht zunehmend eine differenzierte Betrachtung indexierter Lösungen. Neben Effizienz rücken Aspekte wie Umsetzungskompetenz, Strukturqualität und Flexibilität stärker in den Fokus. Parallel dazu wächst die Nachfrage nach massgeschneiderten, mandatspezifischen Lösungen, die individuellen Anlagezielen, regulatorischen Rahmenbedingungen und Portfoliokontexten gerecht werden.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Abkehr von einer eindimensionalen Preisbetrachtung hin zum Konzept des «True Cost of Indexing» an Bedeutung. Die Total Expense Ratio (TER) bildet lediglich einen Teil der tatsächlichen Kosten ab und greift als isolierte Kennzahl zu kurz. Ausschlaggebend ist vielmehr die Differenz zwischen der Indexrendite und der effektiv realisierten Portfoliorendite.
Diese wird massgeblich durch Faktoren wie Tracking Difference, Rebalancing-Effekte, Marktimpact sowie Cash Drag beeinflusst. Insbesondere bei grossvolumigen institutionellen Mandaten entfalten diese Effekte über die Zeit eine erhebliche Wirkung und sollten integraler Bestandteil der Gesamtbeurteilung sein.
Neben der Kostendimension ist die Qualität der Portfolioumsetzung ein zentraler Erfolgsfaktor. Die Art und Weise, wie ein Portfolio gemanagt und ein Index repliziert wird, hat einen wesentlichen Einfluss auf das Anlageergebnis. Durch die konsequente Nutzung gezielter Mehrwertstrategien lassen sich zusätzliche Ertragsquellen erschliessen, ohne die Nachbildungsqualität signifikant zu beeinträchtigen.
Wie wirkungsvoll dieser Ansatz sein kann, zeigt sich exemplarisch an einem Portfolio, das den SBI® AAA–BBB Total Return Index abbildet: Selbst innerhalb eines strikt indexierten Rahmens kann durch eine differenzierte Umsetzung ein substanzieller Mehrertrag von ca. 22 Basispunkten über 2 Jahre generiert werden.
Ein weiterer zentraler Differenzierungsfaktor liegt in der Perspektive und Struktur des Asset Managers. Swiss Life Asset Managers vereint die Rolle eines Vermögensverwalters mit jener eines institutionellen Investors mit eigener Versicherungsbilanz. Dieses integrierte Geschäftsmodell fördert ein tiefgehendes Verständnis für langfristige Verpflichtungen, bilanziellen Steuerungsbedarf sowie regulatorische Anforderungen – und schafft damit eine belastbare Grundlage für die Ausgestaltung und Umsetzung nachhaltiger Anlagelösungen. Co-Investments führen zu einer hohen Interessensgleichheit mit institutionellen Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen. Dadurch positioniert sich der Asset Manager nicht nur als Produkthersteller, sondern als strategischer Partner mit nachhaltigem, diversifizierendem Mehrwert.
Ergänzend gewinnen Overlay-Strategien – beispielsweise im Bereich der Währungsabsicherung – ebenso an Bedeutung wie professionelles Transition-Management beim Wechsel von aktiven zu passiven Mandaten. Indexing entwickelt sich damit von einer standardisierten Lösung hin zu einem modularen Baukastensystem, das passgenau auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann.
Insbesondere im Bereich der steuerlichen Optimierung sind spezialisierte Fachkompetenz und langjährige Erfahrung von zentraler Bedeutung. Auch der gezielte Einsatz von Bandbreitenansätzen – etwa in Multi-Asset-Portfolios – kann nachweislich Transaktionskosten reduzieren, ohne die strategische Allokation wesentlich zu verwässern. Empirische Analysen zeigen, dass optimierte Bandbreiten nicht nur den Turnover deutlich senken, sondern gleichzeitig die Nettorendite verbessern können. Dies verdeutlicht: Auch passive Strategien erfordern auf Prozessebene ein hochgradig aktives, diszipliniertes Management.
Vor diesem Hintergrund entwickelt sich Indexing zunehmend zu einem differenzierten Anlagefeld, in dem Struktur, Prozesse, Umsetzungskompetenz, Technologieeinsatz und Anbieterqualität entscheidend sind. Für institutionelle Investoren eröffnet sich damit die Möglichkeit, passive Anlagen nicht mehr ausschliesslich als kosteneffiziente Basislösung zu betrachten, sondern als vielseitiges strategisches Instrument innerhalb des Investmentprozesses.