China steht vor wirtschaftlicher Erholung

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Sebastién Galy, Senior Macro Strategist bei Nordea Asset Management erwartet, dass die Fed im zweiten Quartal 2019 in Wartestellung verharren und die Zinsen in der zweiten Jahreshälfte um 25 bis 50 Basispunkte erhöhen wird, dass die Handelsgespräche zwischen den USA und China weiter andauern und dass die Erholung von Chinas Wirtschaft im zweiten Quartal einsetzen wird.

26.03.2019, 08:51 Uhr

Redaktion: cwe

Die anhaltende geldpolitische Lockerung der PBOC sollte der chinesischen Wirtschaft helfen, sich in ein bis zwei Quartalen zu erholen. Sebastién Galy erwartet weitere Senkungen des Mindestreservesatzes, der gegenüber früher noch viel Spielraum nach unten bietet. Dies werde den Bilanzen der Banken helfen, was dazu führen wird, dass sie mehr Kredite vergeben. Gleichzeitig werde die PBOC wahrscheinlich Wege finden, um Eigenkapital in ihren Bankensektor einzubringen, wenn auch nicht in so grossem Massstab wie in den 90er Jahren.

Um das Bilanzproblem zu sehen, lohnt sich ein Blick auf die von chinesischen Banken gezahlten Dividenden. Chinesische internationale und regionale Banken bieten im Vergleich zu internationalen westlichen Banken eine sehr niedrige Dividendenrendite. Da die Fähigkeit, eine hohe Dividende zu zahlen, ein deutliches Zeichen einer gesunden Bilanz ist, wird ersichtlich, dass einige chinesische Banken, Probleme mit der Qualität ihrer Bilanzen haben. Dies impliziert, dass auch Teile der chinesischen Unternehmenswelt, in denen die Banken engagiert sind, Bilanzprobleme haben.

In Bezug auf die Handelsgespräche mit den USA bestehe zwar immer noch die Möglichkeit, dass die USA die Verhandlungen abbricht. Auch wenn die USA behaupteten, sie würden die Zölle eine Zeitlang beibehalten, sind die Chancen auf einen Deal recht gross.

In einem solchen Umfeld günstiger Bewertungen und eines sich erholenden Wachstums sind laut Ansicht von Galy festverzinsliche Anlagen und Aktien aus China sowie der APAC-Region – wobei einige Vorsicht bei Südkorea geboten ist – attraktiv, insbesondere da chinesische Aktien stärker in weltweite Aktienindizes integriert werden.

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