Legg Mason Fund überschreitet 500 Mio. USD Marke

Evan Bauman, Portfoliomanager bei der Legg Mason Tochtergesellschaft ClearBridge Investments
Evan Bauman, Portfoliomanager bei der Legg Mason Tochtergesellschaft ClearBridge Investments

Der von Bauman mitverwaltete Legg Mason ClearBridge US Aggressive Growth Fund hat letzten Monat die Marke von USD 500 Millionen überschritten und ein neues Allzeithöchst erreicht. Der Fonds investiert in Aktien grosser und bekannter Unternehmen und bietet somit Aussichten auf ein langfristiges Gewinnwachstum.

12.04.2013, 09:56 Uhr

Redaktion: dab

Die von ihm bevorzugten langfristigen Wachstumstitel werden zu einem Kurs-/Gewinnverhältnis von 15.5 gehandelt. Der von Bauman mitverwaltete Legg Mason ClearBridge US Aggressive Growth Fund hat letzten Monat die Marke von USD 500 Mio. überschritten und ein neues Allzeithöchst erreicht. Das Portfolio weist ein Kurs-/Buchwertverhältnis von 2.8 auf, was ungefähr der Hälfte des Marktdurchschnitts von 4.8 entspricht.

“Wir glauben, dass das makroökonomische Umfeld schwierig bleiben wird und dass für Unternehmen mit zweistelligem Gewinn- und Umsatzwachstum eine Prämie bezahlt werden sollte“, führt Bauman weiter aus. “Tatsächlich aber bewegen sich die Bewertungen der Portfoliogesellschaften unterhalb des Marktdurchschnitts. Dabei handelt es sich um überdurchschnittlich wachsende Unternehmen mit soliden Cash-Flows und Bilanzen.“ Auch wenn das Portfolio den Namen «aggressives Wachstum» trägt, befinden sich darin Unternehmen, die bereits seit zehn Jahren und mehr dort liegen. Der Umschlag des Portfolios beträgt deshalb tiefe fünf bis zehn Prozent. Titel wie Forest Labs, Comcast und Amgen sind seit den 1980er Jahren Bestandteil des Portfolios.

“Wenn wir den Faktor Wachstum beurteilen, fokussieren wir uns auf das langfristige Gewinn- und Cash-Flow-Wachstum, auf die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells und auf den Wert der Reputation”, fügt Bauman hinzu. “Dies ist ein sehr qualitätsorientierter Ansatz und wir glauben, dass der Erfolg unseres Portfolios massgeblich wird durch die über eine lange Zeitperiode aufgelaufenen Gewinne und Cash-Flows beeinflusst wird.” Amerikanische Unternehmen befinden sich derzeit in Bestform; viele von ihnen verfügen über überkapitalisierte Bilanzen mit einem Verhältnis zwischen Fremd- und Eigenkapital von lediglich 0.4% (gegenüber dem Durchschnitt von 1.7% für den Russell 3000 Growth Index). Viele der Portfoliogesellschaften haben deshalb Aktienrückkäufe, Akquisitionen oder Dividendenausschüttungen getätigt.

“So lange die Kapitalmärkte volatil bleiben, wird das Geschäftsmodell der Eigenfinanzierung weiter florieren und wir rechnen damit, dass Gesellschaften mit hoher Flexibilität in ihrer Kapitalstruktur in den nächsten Jahren weiterhin gut rentieren werden.” Bauman erwartet, dass M&A ein Topthema für Portfoliogesellschaften im Gesundheitsbereich sowie im Technologie- und Energiesektor sein wird. Im Gesundheitsbereich etwa investiert Bauman in eine ganze Reihe Top-Biotechgesellschaften. Zu den ersten Investitionen, getätigt im 1991, zählt Biogen Idec. Das Unternehmen, das seither sehr gut performt hat, ist ein gutes Beispiel für die Art der Gesellschaften, auf die Bauman in seinem Portfolio setzt. Im Technologiebereich bevorzugt er innovative Firmen mit nachhaltigem Wachstum – wie etwa das Softwareunternehmen Citrix, Seagate oder Sandisk, zwei Datenspeichergesellschaften mit Spitzentechnologie für digitales Wachstum und auf der Suche nach neuen Wegen im Bereich des portablen Zugangs zu Medien.

Der Fokus der Investitionen sollte laut Bauman jedoch immer stärker auf dem langfristigen Wachstum liegen und weniger auf der Positionierung eines Unternehmens hinsichtlich dessen Technologie: “Viele Kunden hören «aggressives Wachstum» und denken dabei automatisch an eine Übergewichtung in Technologietitel. Tatsächlich haben wir Technologiewerte in den letzten Jahren immer untergewichtet. Deren Portfolioanteil betrug lediglich 18%, im Gegensatz zur Benchmark von 32%. Wir wollen vor allem stabiles Gewinnwachstum. Doch wenn wir den Sektor derzeit betrachten, sehen wir vor allem zyklische, kompetitive Märkte mit tiefen Eintrittsbarrieren – auch unter den Marktführern.“

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