05.06.2026, 11:50 Uhr
Die Gewinnrendite des S&P 500 liegt erstmals seit der Dotcom-Blase wieder etwa auf dem Niveau der US-Staatsanleihenrenditen. Für Jeff Blazek, Co-CIO Multi-Asset Strategies bei Neuberger Berman, ist die faktisch...
Die Märkte begrüssen das neue Anreiz-Programm der EZB. Léon Cornelissen, Chefökonom von Robeco, nennt es einen "klugen Schachzug, um die Bankreditvergabe anzukurbeln.
Der Einlagenzinssatz wird auf minus 0,4% gekürzt, während das QE-Programm um 20 Mrd. auf 80 Mrd. Euro ausgeweitet wird. Eine neue Folge von vier Targeted Longer-Term Refinancing Operations (TLTROs) wird im Juni lanciert. Sie erlaubt es wenig liquiden Banken, Kredite direkt bei der EZB aufzunehmen. Die alte TLTRO-Rate wurde von 0% auf minus 0,4% gekürzt und ist somit so gering wie der Einlagenzinssatz selbst.
"Es ist klar, dass die EZB mit einer positiven Überraschung aufwarten wollte, kommentiert Cornelissen. Einer der Kritikpunkte an negativen Zinssätzen sei es, dass sie das Geschäftsmodell der Banken untergraben. Mit negativen TLTROs könne dies kompensiert werden. Wer einen Kredit bei der EZB aufnehme, um das Geld weiter zu verleihen, werde dafür bezahlt. So würden Banken bei der Kreditvergabe subventioniert.
Gemäss Léon Cornelissen waren die weiteren Ankündigungen eine positive Überraschung für die Märkte. Denn erstmals kann die EZB im Rahmen des QE-Programms Unternehmensanleihen ankaufen, die nicht aus dem Banksektor stammen.
Lesen Sie hier den vollständigen Kommentar von Léon Cornelissen (PDF, Englisch).