06.08.2026, 08:15 Uhr
Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr 2026 von einer geringen Belastung durch Grossschäden profitiert und den Gewinn gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Damit ist der Finanzkonzern gut auf...
Die Anlageperformance der Schweizer Pensionskassen ist im Juli ins Minus gerutscht. Geopolitische Spannungen und steigende Anleihenrenditen belasteten die Portfolios – die Jahresperformance bleibt dennoch solide positiv.
Die Pensionskassen in der monatlichen UBS-Erhebung erzielten im Juli nach Abzug von Gebühren eine durchschnittliche Performance von minus 0,22 Prozent. Die Bandbreite zwischen den einzelnen Kassen war beträchtlich: Sie reichte von minus 2,13 Prozent bis plus 1,02 Prozent. Seit Jahresbeginn steht damit eine Rendite von 4,18 Prozent zu Buche, die annualisierte Rendite seit Lancierung der UBS-Pensionskassen-Performance im Jahr 2006 liegt bei 3,42 Prozent.
Bei der Betrachtung nach Grössenklassen zeigte sich im Juli ein leichter Vorteil für kleinere Vorsorgeeinrichtungen: Pensionskassen mit einem verwalteten Vermögen unter 300 Millionen Franken verzeichneten eine Median-Performance von minus 0,26 Prozent und lagen damit knapp vor den grossen Kassen mit einem verwalteten Vermögen von über 1 Milliarde Franken, die auf minus 0,28 Prozent kamen.
Die Sharpe Ratio, berechnet über die letzten 36 Monate, sank im Durchschnitt auf 1,43 nach 1,48 im Vormonat und signalisiert damit ein leicht schlechteres Verhältnis von Rendite zu eingegangenem Risiko.
Die einzelnen Anlageklassen entwickelten sich im Juli uneinheitlich. In Schweizer Franken gemessen führten Hedge Funds mit 0,77 Prozent die Rangliste an, gefolgt von Infrastrukturanlagen mit 0,68 Prozent und Schweizer Aktien mit 0,66 Prozent. Direkte Immobilienanlagen legten um 0,3 Prozent zu, Private Equity um 0,27 Prozent und globale Aktien um 0,11 Prozent.
Auf der Verliererseite standen indirekte Immobilienanlagen mit minus 0,04 Prozent, Fremdwährungsanleihen mit minus 0,82 Prozent sowie Anleihen in Schweizer Franken, die mit minus 1,09 Prozent die schwächste Anlageklasse des Monats waren.
Erneute Spannungen im Nahen Osten sowie die Volatilität im Technologiesektor drückten im Juli auf die Marktstimmung. Globale und US-Aktien blieben deshalb weitgehend unverändert: Der MSCI AC World Index notierte flach, der S&P 500 gab in Franken gerechnet um 0,1 Prozent nach. Europäische Aktien entwickelten sich in Frankenrechnung positiv – ein Effekt, der jedoch teilweise auf den schwächeren Schweizer Franken zurückzuführen war.
Deutlich unter Druck gerieten die Anleihenmärkte in US-Dollar und Euro. Höhere Ölpreise und geopolitische Risiken trieben die Renditen nach oben, was sich negativ auf die Kurse auswirkte. Staatsanleihen und Kreditindizes gaben auf breiter Front nach, während sich Hochzinsanleihen als vergleichsweise widerstandsfähig erwiesen.
Die US-Notenbank Fed, die Europäische Zentralbank und die Bank of England beliessen ihre Leitzinsen im Juli unverändert. Die Kommunikation der Fed dämpfte zwar die Erwartungen an eine weitere geldpolitische Straffung im laufenden Jahr, dennoch stiegen die Renditen längerfristiger US-Staatsanleihen – getrieben von anhaltenden Inflationssorgen mit längerfristigem Horizont.
Die UBS geht davon aus, dass die Aktienmärkte ihren Wachstumskurs fortsetzen werden. Die Führungsrolle dürfte sich dabei über die grossen Technologiewerte hinaus ausweiten, gestützt auf robustes Wirtschaftswachstum sowie strukturelle Themen wie künstliche Intelligenz, Energie und Ressourcen sowie Langlebigkeit. Entsprechend empfiehlt das CIO Anlegern entsprechend eine breite Diversifikation über Regionen, Sektoren und Renditetreiber hinweg. Attraktive Opportunitäten sieht die UBS zudem bei hochwertigen Anleihen, da die Inflationsrisiken aus seiner Sicht begrenzt bleiben und die Märkte eine zu starke Straffung der Zentralbanken einpreisen würden.