01.05.2026, 10:38 Uhr
Die Realstone Anlagestiftung hat im Geschäftsjahr 2025 die Mieteinnahmen deutlich gesteigert. Auch der Gewinn vervielfachte sich auf 25,20 Millionen Franken. Das Unternehmen teilte dies in einer Mitteilung am...
Die Schweizer Pensionskassen haben den Rückschlag vom März im April mehr als wettgemacht. Eine durchschnittliche Performance von 2,3 Prozent treibt den vermögensgewichteten Deckungsgrad der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen auf 121,2 Prozent – und damit fast auf den Höchststand von Ende Februar. Das zeigt der Pensionskassen-Monitor von Swisscanto/ZKB per Ende April.
Nach dem deutlichen Minus im März kehrten die Pensionskassen im April auf den Wachstumspfad zurück. Die durchschnittliche Performance lag laut der Swisscanto-Erhebung bei 2,3 Prozent (gleichgewichtet). Damit konnte das Vormonatsminus praktisch vollständig aufgeholt werden. Seit Jahresbeginn stehen die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen mit 1,8 Prozent komfortabel im Plus.
Der Erholung an den Aktienmärkten kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Die Auflösungstendenzen im Nahost-Konflikt genügten den Börsen, um neue Allzeithochs zu erreichen – obschon die Strasse von Hormus faktisch geschlossen bleibt und der Ölpreis weiterhin über 100 Dollar notiert. «Politische Börsen haben kurze Beine»: Diese alte Weisheit habe sich im April einmal mehr bewahrheitet, kommentieren die Swisscanto-Analysten.
Bei den einzelnen Anlageklassen führten die ausländischen Aktien die Rangliste mit einem Plus von 7,7 Prozent klar an, gefolgt von Schweizer Aktien mit 4,0 Prozent. Auf Jahressicht entwickelt sich das Auslandsegment mit 6,1 Prozent ebenfalls deutlich besser als die heimischen Titel mit 1,8 Prozent. Bei den indirekten Schweizer Immobilien (3,8 Prozent im April) zeigte sich eine markante Aufholbewegung gegenüber den direkten Anlagen (0,4 Prozent).
Insgesamt liegen die Rohstoffe seit Jahresbeginn mit 9,0 Prozent an der Spitze – Gold ist hier mitberücksichtigt. Hedge Funds (5,6 Prozent) und Schweizer Direktimmobilien (1,4 Prozent) folgen. Auf der Verliererseite stehen die ausländischen Obligationen mit -1,4 Prozent sowie Private Equity mit -1,5 Prozent. CHF-Obligationen schlossen den Vier-Monats-Zeitraum mit einer Nullrendite ab.
Auf Bilanzebene profitierten vor allem die privatrechtlichen Kassen: Ihr kapitalgewichteter Deckungsgrad stieg per Ende April auf 121,2 Prozent und liegt damit nur knapp unter dem Höchstwert von Ende Februar. Die öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen mit Vollkapitalisierung weisen einen Deckungsgrad von 114,9 Prozent aus, jene mit Teilkapitalisierung kommen auf 92,3 Prozent.
Die Streuung zwischen den Kassen ist seit Jahresbeginn relativ ausgeprägt. Die zehn Prozent renditestärksten Vorsorgewerke erzielten YTD eine Performance von 2,6 Prozent, die zehn Prozent schwächsten kamen auf 1,0 Prozent. Damit liegt die Spreizung bereits nach vier Monaten bei 1,6 Prozentpunkten.
Auffällig ist der Einfluss der Demografie auf die Performance: Kassen mit einem hohen Rentneranteil (Vorsorgekapital Rentner über 70 Prozent) erreichten YTD lediglich 1,0 Prozent, während Kassen mit tieferem Rentneranteil 1,8 Prozent erwirtschafteten. Der Deckungsgrad selbst hatte hingegen kaum Einfluss auf die Performance: Kassen mit einem Deckungsgrad über 110 erzielten 1,8 Prozent, jene unter 110 immerhin 1,6 Prozent. Auch nach Kassengrösse oder Branche fielen die Unterschiede gering aus.
Mit Blick nach vorne richtet sich der Fokus der Märkte bereits wieder auf andere Themen: Künstliche Intelligenz und die massiven Investitionen in Datenzentren prägen die Stimmung. Halbleiteraktien legten im April knapp 50 Prozent zu – der Sektor gilt nach Einschätzung von Swisscanto inzwischen als überkauft. Generell rechnen die Analysten weiterhin mit einer lockeren Geldpolitik, was die Aktienmärkte stützen dürfte.