UBS: Schweizer Pensionskassen bleiben risikobewusst – doch sie können die Rendite halten

Laut der UBS haben sich die Renditen der Schweizer PKs 2025 gut entwickelt (Bild: Shutterstock)
Laut der UBS haben sich die Renditen der Schweizer PKs 2025 gut entwickelt (Bild: Shutterstock)

Schweizer Pensionskassen haben 2025 trotz turbulenter Märkte eine solide durchschnittliche Rendite von 5,4 Prozent nach Gebühren erzielt. Über den gesamten Beobachtungszeitraum seit 2006 resultiert eine annualisierte Rendite von 3,3 Prozent – ein Bild langfristiger, aber keineswegs spektakulärer Wertentwicklung. Interessant sind die längerfristigen Verschiebungen in der Asset-Allokation.

12.01.2026, 13:47 Uhr
Asset Management | Finanzplätze | Regulierung | Versicherungen | Vorsorge

Redaktion: asc

Die Studie der UBS stützt sich auf mehr als 100 autonome Schweizer Pensionskassen mit UBS-Global-Custody-Mandat, die ihre Daten zur Verfügung stellen. Im November 2025 erzielten die Kassen im Schnitt 0,52 Prozent Rendite, wobei die Spanne von -0,25 bis 1,68 Prozent reichte. Auffällig: Kleine Pensionskassen mit weniger als 300 Millionen Franken Vermögen lagen mit einer Median-Performance von 0,54 Prozent leicht vor den Grossen mit über 1 Milliarde, die im Median auf 0,44 Prozent kamen.

Anlageklassen: Schweizer Aktien als Zugpferd

Der Performancebeitrag war 2025 klar von den Aktienmärkten geprägt, allen voran dem Heimmarkt. Schweizer Aktien legten im November um 3,49 Prozent zu und kamen im bisherigen Jahresverlauf auf 13,35 Prozent Rendite, während globale Aktien (ex Schweiz) 9,62 Prozent beisteuerten. Obligationen in Franken blieben dagegen zurück und verzeichneten 2025 nur 0,94 Prozent, während Fremdwährungsanleihen sogar bei -0,9 Prozent lagen.

Mehr Illiquidität, stabile Immobilien

Parallel dazu zeigt sich eine zunehmende Offenheit für illiquide Anlagen. Private Equity erzielte 2025 eine Jahresrendite von 1,98 Prozent, Infrastruktur 2,76 Prozent, nachdem diese Kategorien in früheren Jahren zum Teil zweistellige Durchschnittsrenditen erreicht hatten. Direkt gehaltene Immobilien blieben mit 3,76 Prozent Ertrag solide, während indirekte Immobilienanlagen 3,41 Prozent lieferten.

Risikoprofil und Nachhaltigkeit im Fokus

Trotz der höheren Aktien- und Illiquiditätsquoten bleibt das Risikoprofil der Schweizer Pensionskassen vergleichsweise defensiv. Die annualisierte Rendite der letzten 36 Monate lag bei rund 5,4 Prozent, die Volatilität bei etwa 3,7 Prozent, woraus eine durchschnittliche Sharpe Ratio von 1,18 resultiert – zuletzt leicht tiefer als im Vormonat. Zugleich gewinnt das Thema Nachhaltigkeit an Bedeutung: Ein grosser Teil der Aktien- und Anleihenbestände trägt mittlerweile ein mittleres bis hohes UBS-CIO-Nachhaltigkeitsrating, während der Anteil nicht gerateter Positionen vor allem bei kleineren Kassen höher ist.

Langfristige Verschiebungen in Allokation und Währungen

Über die letzten 15 Jahre hat sich die strategische Ausrichtung spürbar verschoben. Der Anteil an Schweizer Anlagen blieb hoch, während insbesondere Nordamerika und Asien in der Allokation schrittweise an Gewicht gewonnen haben. Währungsseitig dominiert nach wie vor der Franken, doch der USD-Anteil hat sich stabil auf einem mittleren einstelligen bis tief zweistelligen Prozentsatz etabliert, was auf eine behutsame internationale Diversifikation hinweist.

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