SCF gewinnt neuen Kooperationspartner

Thomas Daum, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes
Thomas Daum, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes

Die Charityplattform Swiss Cancer Foundation (SCF) konnte im vergangenen Jahr 11 weitere Donatoren dazugewinnen, die Leistungen im Wert von 1,1 Mio. Franken. spendeten. Auch das laufende Jahr begann vielversprechend: So konnte der Schweizerische Arbeitgeberverband als Kooperationspartner gewonnen werden.

26.04.2013, 13:21 Uhr

Redaktion: dab

Der Kampf gegen Krebs sollte nicht nur von Privatpersonen, sondern auch
vermehrt von Unternehmen und anderen Organisationen getragen wer den, lautet das Motto der im Herbst 2011 gegründeten Swiss Cancer Foundation (SCF). Diese Parole stösst bei vielen Unternehmen und Institutionen auf offene Ohren. Wurde die SCF bei der Gründung erst von 16 Donatoren getragen, so waren es Ende 2012 bereits 27, darunter auch Kooperationspartner wie die Vereinigung Wirtschaftsfrauen Schweiz. Die Swiss Cancer Foundation (SCF) mit Sitz in Zug ist auf unternehmerisch denkende Organisationen und auch Privatpersonen zugeschnitten und ermöglicht höchste Professionalität, Effizienz, Transparenz und Mitbestimmung bei Spendenprojekten. Dabei arbeitet SCF eng mit den führenden Krebsbekämpfungsorganisationen der Schweiz, der Krebsforschung Schweiz, der Krebsliga Schweiz sowie den kantonalen Krebsligen zusammen. Zudem können die SCF-Mitglieder ihre unternehmerischen und persönlichen Stärken sowie eigene Ideen einbringen.

Forschungsvorhaben der Universität Zürich finanziert
Im ersten vollen operativen Jahr wurden Leistungen im Wert von 1,1 Mio. Franken gespendet. Davon stammen allein 180000 Franken aus Zuflüssen des Cancer Charity Support Funds (CCSF), einem Anlagefonds, der in Onkologieaktien sowie in ein gemischtes konservatives Portfolio investiert. "Dies ist ein beachtlicher Anfangserfolg", freute sich SCF-Präsident Peter E. Nägeli an der zweiten Jahresversammlung, die in Bern im Schoss des Destinatärs Krebsliga Schweiz stattfand.

Ein grosser Teil des Budgets wurde bereits von den Spendern und dem Stiftungsrat den Destinatären und bestimmten Projekten zugewiesen. Rund 200000 Franken konnte die Jahresversammlung einem von drei Projekten zusprechen, die vom Stiftungsrat und einer unabhängigen Expertengruppe vorevaluiert wurden. Den Zuschlag erhielt ein Forschungsvorhaben des Universitätsspitals Zürich, dessen Dauer auf rund 3 Jahre veranschlagt wird. "In diesem Dissertationsprojekt wollen wir unsere Hypothese überprüfen, dass eine Verkürzung der Therapiezeit oder eine Erhöhung der Dosisrate in der Strahlentherapie zu einem signifikant erhöhten Absterben von Tumorzellen führen soll", erklären die Mitglieder der Projektgruppe Dr. med. Dr. Sc. Nat. Kathrin Zaugg sowie Prof. Dr. Martin Pruschy, beide von der Radio-Onkologie des Universitätsspitals Zürich.

Zusage des Arbeitgeberverbands hat Signalwirkung
Weiterhin unterstützt werden von SCF das Projekt Cancerdrugs.ch, eine Webseite, die eine einfache und schnelle Suche wissenschaftlicher Informationen zum Management der oralen Tumortherapie erlaubt. Sie soll unter anderem Hausärzte bei der Betreuung von Krebspatienten unterstützen. Auch der Support für die Sonnenschutz-Kampagne der KLS wird fortgesetzt. Ferner wird der SCF für die Fahrradtour "Race against Cancer", die am 7. September 2013 zum vierten Mal stattfindet, erneut ein Unternehmerteam zusammenstellen und in die Pedalen treten.

Um diese ambitiösen Ziele zu erreichen, will der SCF weiter wachsen. Im laufenden Jahr konnten bereits wieder neue Donatoren verpflichtet werden. Peter E. Nägeli gab an der Jahresversammlung ausserdem bekannt, dass der Schweizerische Arbeitgeberverband die SCF als Kooperationspartner unterstützen wird. "Damit verpflichtet sich einer der wichtigsten Unternehmerverbände der Schweiz für unsere Sache, was Signalwirkung hat", freut sich der SCF-Präsident. "Der Schweizerische Arbeitgeberverband sieht seine Rolle in der ideellen Unterstützung der SCF. Die Erkrankung von Arbeitnehmenden oder deren Angehörigen führen zu schwierigen Situationen am Arbeitsplatz und betreffen damit die Arbeitgeber ganz direkt. Diesbezüglich wollen wir unseren Mitgliedern in Zusammenarbeit mit der SCF verstärkt beratend zur Seite stehen", betont Thomas Daum, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes.

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