Steigendes Engagement im Kampf gegen den Krebs

Die Swiss Cancer Foundation (SCF) verzeichnete 2014 erneut einen erfreulichen Anklang. Die Unternehmervereinigung im Kampf gegen den Krebs kann inzwischen auf die Unterstützung von 50 aktiven Donatoren setzen. Diese generierten im Berichtsjahr Mittel von 2,45 Mio. Franken, welche in Projekten der Krebsliga/Krebsforschung Schweiz sowie weiteren Institutionen, die sich im Kampf gegen den Krebs engagieren, gezielt eingesetzt wurden.

07.04.2015, 10:23 Uhr

Redaktion: dab

Der Swiss Cancer Foundation (SCF), die sich seit 2011 auf pro-aktive Weise im Kampf gegen den Krebs in der Schweiz engagiert, schlossen sich 2014 neun weitere Unternehmen an. Die Non Profit Organisation kann jetzt auf den Support von rund 50 Donatoren und Kooperationspartnern aus unterschiedlichsten Branchen zählen. Neben kleineren Firmen stehen auch bekannte in- und ausländische Marken wie Bank Coop, Bristol-Myers Squibb, FIFA, Helvetia Versicherungen, Hug Biskuits, Novartis International, Pfizer, Planzer Transport, Schweizerischer Arbeitsgeberverband, Swiss International Airlines, Swiss Life, Valiant Privatbank sowie VP Bank Vaduz auf der Liste der Donatoren.

Die SCF mit Sitz in Zug ist auf unternehmerisch denkende Organisationen zugeschnitten, die nicht nur mit passiven Spenden den Kampf gegen den Krebs unterstützen, sondern pro-aktiv bestimmte Projekte fördern wollen. Dabei arbeitet die Stiftung eng mit der Krebsforschung Schweiz, der Krebsliga Schweiz sowie den kantonalen Krebsligen zusammen. Die Donatoren der SCF können dabei ihre unternehmerischen und persönlichen Stärken sowie eigene Ideen einbringen.

Welche Rolle spielen Genfehler bei der Entwicklung von Darmkrebs?
Im vergangenen Jahr generierte das SCF-Netzwerk Gelder und Leistungen in der Höhe von insgesamt 2,45 Mio. Franken. Davon steuerte der Schweizer Anlagefonds Cancer Charity Support Fund (CCSF), u.a. dank der guten Jahresperformance von 4%, 675‘000 Franken bei. Der CCSF spendet jeweils die Hälfte der Rendite und der Gebühren der Krebsliga und der Krebsforschung Schweiz. Dank ersten institutionellen Anlegern und Neugeldern von 5,4 Mio. Franken wuchs das Vermögen des Fonds 2014 auf 26,6 Mio. Franken.

Ein grosser Teil der von SCF generierten Mittel ist zweckgebunden und fliesst direkt an die jeweiligen Destinatäre. Ein weiterer Teil der verfügbaren Mittel wird jeweils vom Stiftungsrat für bestimmte Projekte bereitgestellt. So werden 2015 rund 250‘000 Franken für klar spezifizierte Projekte eingesetzt. Diese werden von der unabhängigen Wissenschaftskommission vorevaluiert, dem, Stiftungsrat zum Entscheid vorgelegt und der Donatorenversammlung vorgestellt. Den Zuschlag erhielt diesmal u.a. ein Forschungsprojekt, das untersucht, welche Rolle Genfehler bei der Entwicklung von Darmkrebs spielen.

Pilotprojekt zum Swiss Comprehensive Cancer Center SCCC
Wie bis anhin unterstützt SCF weiterhin das Projekt www.cancerdrugs.ch. Diese Webseite erlaubt eine einfache und schnelle Suche wissenschaftlicher Informationen zum Management der oralen Tumortherapie. Sie soll unter anderem Hausärzte bei der Betreuung von Krebspatienten unterstützen. In eine wichtige Phase tritt ausserdem das Projekt Swiss Comprehensive Cancer Center SCCC. Dabei handelt es sich ein Schweiz weites Netzwerk von regionalen, physischen wie auch virtuellen Kompetenzzentren, welche für Krebspatienten und deren Umfeld effektive, integrative und hochwertige Leistungen aus einer Hand sicherstellen. Dazu werden bestehende medizinische Strukturen genutzt. Ein Pilotprojekt soll beim Kantonsspital St. Gallen umgesetzt werden, dessen Onkologieabteilung einen hervorragenden Ruf geniesst. Zur Finanzierung der dazu benötigten Infrastruktur werden private und institutionelle Investoren gesucht. Ferner wird der SCF für die Fahrradtour „Race for Life“, die am 5. September 2015 zum sechsten Mal stattfindet, erneut ein Unternehmerteam zusammenstellen und in die Pedalen treten.

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