10.07.2026, 08:59 Uhr
Die erneute, deutlich schärfere Eskalation zwischen den USA und dem Iran wirft die Frage auf, wie nachhaltig der Inflationsschub ist, den der Konflikt seit Kriegsausbruch Ende Februar 2026 ausgelöst hat. Was sind...
Die Verbraucherpreise lagen im Januar 2,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt Eurostat auf Basis einer zweiten Schätzung mitteilte. Im Dezember hatte die Teuerung 2,9 Prozent betragen.
Damit tendiert die Preisentwicklung wieder in Richtung des Zielwerts der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig zwei Prozent anstrebt. Seit gut eineinhalb Jahren stemmt sich die EZB mit kräftigen Zinsanhebungen gegen die Teuerung, die im Herbst 2022 ein Rekordhoch von 10,7 Prozent erreicht hatte. Für das laufende Jahr werden wegen der rückläufigen Inflation Zinssenkungen erwartet.
Nach wie vor gibt es im Währungsraum einen grossen Unterschied je nach Land: Während Estland mit 5,0 Prozent die höchste Teuerungsrate aufweist, liegt sie in Italien mit 0,9 Prozent am niedrigsten. In Deutschland beträgt die nach europäischen Standards gemessene Teuerung (HVPI) 3,1 Prozent.
Die Kernteuerung ohne schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel ging im Währungsraum zu Jahresbeginn weiter zurück, allerdings ebenfalls nur leicht. Sie sank von 3,4 Prozent im Dezember auf 3,3 Prozent. Die Kerninflation bildet die grundlegende Teuerung ab und stellt den Inflationstrend nach Meinung vieler Ökonomen besser dar als die Gesamtrate.
Lebens- und Genussmittel verteuerten sich zu Jahresbeginn um 5,6 Prozent, nach 6,1 Prozent im Monat zuvor. Energie war erneut deutlich günstiger als im Vorjahresmonat, allerdings verlangsamte sich der Preisrückgang weiter. Der Preiszuwachs von Industriegütern schwächte sich ab, Dienstleistungen verteuerten sich wie im Vormonat um 4,0 Prozent.