AXA hält BVG-Geschäft stabil – psychisch bedingte IV-Fälle nehmen sprunghaft zu

Axa weist ein gutes BVG-Ergebnis aus (Bild: Axa)
Axa weist ein gutes BVG-Ergebnis aus (Bild: Axa)

Die AXA hat in der beruflichen Vorsorge 2025 ein Betriebsergebnis von 92 Millionen Franken vor Steuern erzielt und ihren Versichertenbestand auf hohem Niveau gehalten. Sorge bereitet dem Marktführer jedoch die rasante Zunahme von Invaliditätsfällen aufgrund psychischer Erkrankungen.

29.05.2026, 09:09 Uhr
Asset Management | Versicherungen | Vorsorge

Redaktion: asc

Das Prämienvolumen der AXA Beruflichen Vorsorge ist 2025 um 5 Millionen auf 810 Millionen Franken gestiegen. Dies teilte die Versicherung mit. Der Bestand blieb mit 432'061 aktiv Versicherten praktisch konstant – womit nach Angaben des Versicherers nahezu jede zehnte arbeitnehmende Person in der Schweiz bei der AXA versichert ist. Die Kosten pro aktiv versicherter Person verharrten bei 377 Franken.

Im Geschäft, das der gesetzlichen Mindestquote untersteht, lag die Ausschüttungsquote zugunsten der Versicherten bei 90,3 Prozent – in Form von Versicherungsleistungen, Reserveverstärkungen und Zuweisungen an den Überschussfonds. Damit bewegt sich die AXA nur knapp über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestquote («Legal Quote») von 90 Prozent, die das Versicherungsaufsichtsgesetz den Lebensversicherern im Kollektivgeschäft vorschreibt. Das Versicherungsaufsichtsgesetz schreibt in Artikel 37 eine Mindestquote von 90 Prozent vor; den Versicherern verbleiben somit maximal 10 Prozent der massgebenden Erträge. Sgb

Psychische Erkrankungen treiben die Invaliditätsfälle

Die kritische Entwicklung bei den Risikoleistungen hat sich 2025 fortgesetzt. Bei der AXA sind die neuen IV-Fälle zwischen 2021 und 2025 um 36 Prozent gestiegen. Besonders ausgeprägt fällt die Zunahme bei psychisch bedingten Erkrankungen aus: Sie legten im selben Zeitraum um 78 Prozent zu. Inzwischen müssen 47 Prozent der Rückstellungen für neue IV-Fälle für psychische Erkrankungen gebildet werden – das sind über 220 Millionen Franken.

«Die massive Zunahme von IV-Fällen aufgrund psychischer Erkrankungen alarmiert uns und die Branche», wird Jürgen Scharfetter, Leiter Berufliche Vorsorge, zitiert. «Es wird zunehmend schwierig, die Betroffenen in den Arbeitsmarkt zu reintegrieren.» Die AXA setzt nach eigenen Angaben mit dem Angebot «WeCare» auf einen durchgängigen Ansatz von Prävention über Fallmanagement bis zur Integration.

Starkes Anlagejahr stützt die Verzinsung

Auf der Anlageseite verlief das Jahr trotz volatilem Marktumfeld erfreulich. Die AXA Sammelstiftungen erzielten 2025 eine Rendite von bis zu 7,7 Prozent – nach bis zu 7,5 Prozent im Vorjahr. Das für Drittkunden verwaltete Vermögen wuchs um rund 7 Prozent auf 56 Milliarden Franken, gegenüber 52,3 Milliarden Franken Ende 2024. AXAAXA

«Die hervorragende Performance, kombiniert mit einem tiefen Rentneranteil und starken Deckungsgraden, ermöglichte eine Verzinsung von bis zu 5,5 Prozent – und damit über dem Marktdurchschnitt», sagt Peter Damianov, Leiter Portfolio Management bei AXA Asset Management.

Eingebettet sind die Zahlen in ein insgesamt solides Geschäftsjahr der AXA Schweiz, die 2025 ein Geschäftsvolumen von 6,6 Milliarden Franken auswies.

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