01.06.2026, 07:46 Uhr
Die Europäische Zentralbank (EZB) steht vor einem Kurswechsel, mit dem sie noch im vergangenen Jahr kaum jemand gerechnet hätte. Nach einem Jahr Zinspause zeichnet sich für die Sitzung vom 10. und 11. Juni die...
Die Inflationsrate verharrte bei 2,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten hingegen für April mit einem erneuten Rückgang der Inflationsrate auf 2,1 Prozent gerechnet. Vorab Diensteistungspreise stiegen deutlich.
Der Rückgang der Energiepreise setzte sich fort. Diese fielen im Jahresvergleich um 3,5 Prozent. Allerdings stiegen die Preise für Dienstleistungen mit 3,9 Prozent stärker als im Vormonat. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im April um 0,6 Prozent. Hier war ein Anstieg um 0,5 Prozent erwartet worden.
Die Kernteuerung, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie-, Nahrungs- und Genussmittel herausgerechnet werden, legte zu. Die Jahresrate stieg von 2,4 Prozent im Vormonat auf 2,7 Prozent. Die Kerninflation stellt die Preisentwicklung nach Meinung vieler Ökonomen besser dar als die Gesamtrate und spielt auch für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) eine wichtige Rolle.
Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Zuletzt hatte die Notenbank die Leitzinsen Mitte April um 0,25 Prozentpunkte gesenkt.