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Wasserinfrastruktur steht vor einem «Superzyklus»

Dürre am Colorado River und am Lake Powell in den USA. (Bild: Shutterstock.com/Lisa Parsons)
Dürre am Colorado River und am Lake Powell in den USA. (Bild: Shutterstock.com/Lisa Parsons)

Am 22. Mai ist der internationale Tag der Biodiversität. Eine wichtige Ursache für die bedrohte Artenvielfalt und die Vielfalt der Ökosysteme ist die Wasserknappheit. Der US-Vermögensverwalter AllianceBernstein erwartet Besserung und spricht für die nächsten Jahre von einem «Superzyklus» für Wasserlösungen – einschliesslich Anlagechancen.

18.05.2023, 15:31 Uhr

Redaktion: hf

«Knapper werdende Wasserreserven und schwindende Biodiversität gefährden unseren Wohlstand beziehungsweise das erfolgreiche Streben danach», stellen David Wheeler und Daniel C. Roarty von AllianceBernstein an den Anfang ihrer Analyse. Beide sind Spezialisten für nachhaltige Themeninvestments in Aktien. «In Schwellenländern ist die Wasserknappheit ein allgegenwärtiges Thema», fahren sie fort.

In Somalia zum Beispiel haben regionale Dürren im vergangenen Jahr nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation zu schätzungsweise 43'000 Todesfällen geführt. In Asien leben etwa eine Milliarde Menschen in Gebieten mit grosser Wasserknappheit und einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2 Bio. US-Dollar.

Wasserknappheit weltweit

In den USA, ein Beispiel aus einer Industrienation, ist der Pegel des Colorado River drastisch gesunken, was die Wasserversorgung von Millionen von Menschen bedroht. Oder in Europa hat ein trockener Sommer, gefolgt von einer winterlichen Dürre, die Seen und Flüsse entleert.

Niedrige Wasserstände drosselten die französische Atomstromproduktion, die für 70% der Elektrizität des Landes verantwortlich ist. Auch die norwegische Wasserkraftproduktion, die 90% der Elektrizität des Landes beisteuert, war durch Wasserknappheit beeinträchtigt.

Investitionsstau seit Jahren

«Seit Jahrzehnten wird weltweit zu wenig in die Wasserinfrastruktur investiert, was zusätzlich zu Wasserknappheit und Qualitätsproblemen beiträgt», halten Wheeler und Roarty fest. In vielen Industrieländern sind die Rohrleitungssysteme veraltet und marode, während es in Schwellenländern an Transport- und Aufbereitungssystemen fehlt.

Doch AllianceBernstein erwartet Besserung: Um die Missstände auszubessern, würden in den kommenden Jahren die Investitionen in Wasserlösungen erheblich zunehmen, schreiben die Nachhaltigkeitsexperten in ihrer Analyse. Dazu werde eine Kombination aus staatlichen Programmen, erhöhten privaten Kapitalinvestitionen und neuen innovativen technologischen Lösungen beitragen.

Impuls aus den USA

Wheeler und Roarty weisen darauf hin, dass beispielsweise die US-Regierung im Rahmen des Infrastructure Investment and Jobs Act von 2021 80 Mrd. US-Dollar, im Inflation Reduction Act 20 Mrd. und im CHIPS and Science Act zusätzliche Mittel für Wasseraufbereitung und Recycling bereitgestellt werden.

Wasserlösungen sind erforderlich, um sowohl die Nachfrage- als auch die Angebotsprobleme zu lösen. Auf der Nachfrageseite können Wasserverbrauchsmessung, effiziente Bewässerungssysteme und Technologien für die Präzisionslandwirtschaft eine effizientere Nutzung des vorhandenen Wassers ermöglichen. Auf der Angebotsseite können Abwasseraufbereitung, Lecksuche und Entsalzung die Verfügbarkeit von sauberem Wasser erhöhen.

«Insgesamt können höhere staatliche Unterstützungen dazu verhelfen, die bisher relativ geringen Ausgaben für die Verfolgung des UN-Ziels für nachhaltige Entwicklung (SDG) 6 zu senken», so die beiden Autoren. «Philanthropie und staatliche Ausgaben sind zwar wichtig für die Erreichung der SDGs, doch auch der Privatsektor – und Anleger – müssen eine führende Rolle spielen.»

Das Wachstumspotenzial ist gross

Neue Technologien können helfen, Wettbewerbsvorteile zu sichern. Die Produkte müssen jedoch zuverlässig sein, denn Trinkwasser, Abwasseraufbereitung und Wasser für die Landwirtschaft sind kritische Dienstleistungen, bei denen die Produktsicherheit an erster Stelle steht.

«Aktienanleger werden feststellen, dass Wasserlösungen attraktive Wachstumschancen in einem Bereich bieten, der möglicherweise von profilierteren, auf das Klima ausgerichteten Unternehmen überschattet wird. Aber so, wie die Hausinstallation für das moderne Leben unverzichtbar ist, sind auch Unternehmen, die dazu beitragen, dass das Wasser weiterhin zuverlässig aus den Hähnen fliesst, ein wesentlicher Faktor für eine nachhaltigere Zukunft», betonen die beiden.

Anlegerinnen und Anleger, die auf innovative Anbieter von Wasserlösungen setzten, seien der Lage, «langfristiges Wachstumspotenzial zu nutzen, das wirtschaftlichen Schwächen standhalten sollte, während sie gleichzeitig ein grundlegendes Problem angehen, mit dem die Menschheit in Industrie- und Schwellenländern gleichermassen konfrontiert ist.»

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