Ein weiteres gutes Jahr für Swissquote

Der Kryptomarkt hat letztes Jahr gelitten. Das dürfte in diesem Jahr nach der jüngsten Preisexplosion anders sein. (Bild: Shutterstock.com/T. Schneider).
Der Kryptomarkt hat letztes Jahr gelitten. Das dürfte in diesem Jahr nach der jüngsten Preisexplosion anders sein. (Bild: Shutterstock.com/T. Schneider).

Die Online-Bank Swissquote hat 2023 den Gewinn deutlich um 38 Prozent auf 218 Mio. Franken gesteigert. Daraus resultiert eine fast doppelt so hohe Dividende wie im Vorjahr. Der Netto-Neugeldzufluss erreichte 5 Mrd. Franken. Einen Dämpfer verzeichnete das Kryptogeschäft.

14.03.2024, 09:16 Uhr
Fintech

Redaktion: AWP/hf

Die Online-Bank Swissquote hat 2023 neue Bestmarken gesetzt. Der Reingewinn legte um 38 Prozent auf 218 Mio. Franken zu, und die Aktionäre kommen in den Genuss einer von 2,20 auf 4,30 Franken erhöhten Ausschüttung, was einer aktuelle Dividendenrendite von rund 1,8 Prozent entspricht.

Beim Gewinn wurden die Markterwartungen allerdings nicht ganz erreicht. Von AWP befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 222 Mio. Franken gerechnet. Bei der Dividende gingen die Prognosen von 2,90 bis 4,40 Franken stark auseinander.

Angesichts einer guten Kapitalisierung wolle der Verwaltungsrat die Dividendenpolitik beibehalten und 30 Prozent des ausgewiesenen Reingewinns ausschütten, so Swissquote. "Das herausfordernde Umfeld vermochte Swissquote nicht zu bremsen", hiess es allgemein zum Jahresergebnis.

Kryptogeschäft 2023 stark rückläufig

Eckdaten für den Umsatz und das Vorsteuerergebnis hatte Swissquote bereits im Januar kommuniziert. Der Nettoertrag stieg 2023 um 30 Prozent auf 531 Mio. Der Vorsteuergewinn legte 37 Prozent auf 255 Mio. Franken zu.

Die positive Entwicklung geht in erster Linie auf das anhaltende Wachstum des Nettozinsertrags zurück (213 Mio. Fr. nach 73 Mio. 2022).

Das Jahr 2023 war generell und vor allem in den ersten neun Monaten von geringer Volatilität im Kryptomarkt geprägt, wie das Unternehmen erklärt. Im letzten Quartal des Berichtsjahrs habe sich die Volatilität dieser Anlageart verbessert.

Comeback in diesem Jahr

Bleibt zu erwähnen, dass der Kryptomarkt seit gut einem Monat boomt und das auch Swissquote einschenkt. Der Bitcoin als prominenteste Kryptowährung hat seit Jahresbeginn spektakuläre 75 Prozent auf rund 65'000 Dollar an Wert gewonnen, und wie nicht nur Krypto-Enthusiasten meinen, ist nach der Zulassung von Bitcoin-ETF in den USA das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Die Kundenvermögen erreichten per Ende Dezember ein Höchst von 58,0 Mird. Franken nach 56,9 Mrd. Ende Juni. Der Netto-Neugeldzufluss wird für 2023 auf 5 Mrd. beziffert.

Positiver Ausblick

Für das laufende Jahr rechnet Swissquote mit einem Nettoertrag von 595 Mio. und einem Vorsteuergewinn von 300 Mio. Auch das mittelfristige Ziel wurde bestätigt: Bis 2025 soll der Vorsteuergewinn 350 Mio. Franken erreichen.

Obwohl in Zukunft mit Zinssenkungen zu rechnen sei, geht Swissquote davon aus, dass der Netto-Zinsertrag im Vergleich zu 2023 weiter steigt. Die unterschiedlichen Währungen in der Bilanz dürften der Gesellschaft in diesem Zusammenhang «einen gewissen Schutz gewähren», heisst es von Unternehmensseite.

Gleichzeitig habe der Optimismus im Handel im letzten Quartal 2023 zugenommen, vor allem dank der Anzeichen für ein Nachlassen der Teuerung und dank Hoffnungen, dass die Zinsen ihren Höchststand hinter sich haben.

Nicolas Jullien, CFA, Leiter der Abteilung High Yield & Credit Arbitrage bei Candriam. (Bild pd)

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