UNO-Agenda 2030: Bundesrat sieht Finanzplatz in zentraler Rolle
Bei der Erreichung der UNO-Agenda 2030 schreibt der Bundesrat dem Finanzplatz eine zentrale Rolle zu. (Bild: Shutterstock.com/hrui)
Der Bundesrat hat eine Strategie erarbeitet, wie die Schweiz zur Erreichung der UNO-Agenda 2030 beitragen kann. Dabei hat er dem Finanzplatz eine zentrale Rolle zugeschrieben. Die Bankiervereinigung begrüsst diese Einschätzung und möchte die Branche darin unterstützen, die wichtigen Schritte zu gehen.
Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) begrüsst in einer Stellungnahme vom Freitag die Einschätzung des Bundesrats, dass dem Finanzplatz zur Erreichung der UNO-Agenda 2030 eine zentrale Rolle zukommt.
Der Bundesrat wähle in seiner Strategie einen ganzheitlichen Ansatz zur Erreichung der UNO-Nachhaltigkeitsziele. Dabei beachte er sowohl die soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und ökologische Verantwortung. Er beziehe alle Akteure mit ein, denn nur wenn Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiteten, könnten die Nachhaltigkeitsziele erreicht werden, lobt die Bankiervereinigung.
Die SBVg ist in ihrer Stellungnahme auf folgende Aspekte genauer eingegangen:
Die SBVg begrüsst, dass der Bundesrat Massnahmen ergreifen will für eine verbesserte Unternehmensverantwortung. Dabei setzt er primär auf die Sensibilisierung und nicht auf den weniger zielführenden Regulierungsansatz. Auch, dass bei der Ausarbeitung auf internationale Standards und die OECD-Leitlinien gebaut werden soll, begrüsst die Bankiervereinigung. Sie möchte aber auch die Bedeutung, des prinzipienbasierten Ansatzes und der Proportionalität bei den neuen Massnahmen herausstreichen.
Das Ziel, der Schweizer Bevölkerung stabile und sichere Vorsorgesysteme zur Verfügung zu stellen, unterstützt die SBVg klar. Es wird begrüsst, dass Reformvorschläge dazu erarbeitet werden. Die aktuellen Revisionsmodelle in der beruflichen Vorsorge, sind jedoch nach der Einschätzung der SBVg, nicht zielführend. Da unter anderem der Rolle der Finanzmärkte als dritten Beitragszahler nicht genügend Beachtung geschenkt werde.
Es sei bekannt, dass öffentliche Gelder nicht ausreichten, um das Klimaziel des Pariser Abkommens zu erreichen. Aus diesem Grund begrüsse der Schweizer Finanzplatz die Ambitionen des Bundesrats, die Schweiz zu einem internationalen Hub für Sustainable Finance zu machen. Die Branche setze vieles daran, in diesem Bereich international vorne mit dabei zu sein, betont die SBVg. Das zeige sich unter anderem an der freiwilligen Teilnahme an Klimaverträglichkeitstests. Die Institute würden dies als Möglichkeit sehen, sich von Test zu Test zu verbessern.
Die Bankiervereinigung hält fest, dass aufgrund der stetigen Verbesserung der Methoden und Modelle eine Weiterentwicklung bei der Ausgestaltung und den Modellen der Tests gefordert sei. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Schweiz im Bereich Sustainable Finance international führend bleiben könne.
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