09.09.2026, 10:30 Uhr
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Der RH&P Global Life-Science Fund der Basler Vermögensverwalterin Riedweg & Hrovat hat in den vergangenen zwölf Monaten eine Wertentwicklung von 40 Prozent erzielt. Die wichtigsten Wertbeiträge stammten aus der Onkologie und der Krebsdiagnostik, wie das Fondsmanagement in seinem jüngsten Investoren-Update mitteilt.
Klinische Studienerfolge, neue Zulassungen und eine Reihe grosser Übernahmen sorgten im Berichtszeitraum für Rückenwind im gesamten Sektor. Dies sorgt für gute Resultate beim RH&P Global Life-Science Fund der Basler Vermögensverwalterin Riedweg & Hrovat, wie die Fondsmanager in ihrem jüngsten Investoren-Update mitteilten.
Als Beispiel für die Dynamik im Feld nennt Riedweg & Hrovat die Phase-3-Studie INTerpath-001 von Moderna und Merck & Co. Die personalisierte mRNA-Therapie Intismeran zeigte in Kombination mit dem Immuntherapeutikum Keytruda bei mehr als 1'100 Patientinnen und Patienten mit operativ entferntem Hautkrebs im Stadium IIB bis IV eine statistisch signifikante Verbesserung des rückfallfreien Überlebens gegenüber Keytruda allein. Auch das Risiko einer Ausbreitung in andere Körperregionen liess sich reduzieren. Es ist die erste positive Phase-3-Studie überhaupt für eine individualisierte Neoantigen-Therapie – ein Ansatz, an dem in der Branche seit Jahren geforscht wird, ohne dass er bislang in einer grossen randomisierten Studie seine Wirksamkeit belegen konnte.
Weiteren Schub erhielt das Onkologiesegment durch neue Behandlungsmöglichkeiten bei Blutkrebs von BeOne Medicines, vielversprechende Studienfortschritte bei fortgeschrittenem Darmkrebs von Exelixis sowie eine US-Zulassung von Corcept Therapeutics für eine schwer behandelbare Form von Eierstockkrebs. Auch die Krebsdiagnostik entwickelte sich laut Fondsmanagement weiter in Richtung präziserer und personalisierter Tests, die eine frühere Erkennung, eine gezieltere Therapiewahl und den Nachweis kleinster verbliebener Tumorspuren nach einer Behandlung ermöglichen – Anbieter wie NeoGenomics, Veracyte und Natera profitierten davon.
Neben Therapien und Diagnostik gewannen auch Life-Science-Plattformen und -Tools an Bedeutung: Gefragt waren etwa Lösungen für die Medikamentenverabreichung von Halozyme, moderne Genanalysesysteme von Illumina sowie Ausrüstung für die biopharmazeutische Herstellung von Repligen. Als strategisches Signal wertet das Fondsmanagement die Übernahme von Bio-Techne durch Merck KGaA aus Darmstadt – nicht zu verwechseln mit dem US-Konzern Merck & Co. Der deutsche Wissenschafts- und Technologiekonzern zahlt für den Minneapolis-Anbieter von Laborreagenzien, Analyseinstrumenten und Diagnostikprodukten rund 11,3 Milliarden US-Dollar und damit die grösste Akquisition seiner Geschichte seit über zehn Jahren. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.
Für die kommenden Quartale rechnet das Fondsmanagement damit, dass klinische Studienresultate, Zulassungsentscheidungen und weitere Übernahmen die wichtigsten Impulse für den Life-Science-Sektor liefern werden. Im Zentrum stehen dabei personalisierte mRNA-Krebstherapien, neue Diagnoseverfahren sowie der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz in Forschung und Entwicklung.