28.07.2026, 13:32 Uhr
TwentyFour Asset Management, die auf festverzinsliche Wertpapiere spezialisierte, zu Vontobel gehörende Boutique mit Sitz in London, baut ihr Angebot aus: Das Unternehmen legt einen neuen Multi-Asset-Credit-Fonds...
Der US-Vermögensverwalter VanEck erweitert sein Schweizer ETF-Angebot um ein Agrarthema: Seit dem 9. September 2026 notiert der VanEck Agribusiness UCITS ETF an der SIX Swiss Exchange. Der Fonds bildet den MVIS Global Agribusiness Index (MVMOOTR) ab und investiert weltweit in Unternehmen entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette — von Saatgut, Düngemitteln und Bewässerungstechnik über Tiergesundheit und Aquakultur bis hin zum Handel mit Agrarprodukten.
Ins Portfolio aufgenommen werden laut einer am Mittwoch publizierten Mitteilung nur Unternehmen, die im Zeitpunkt ihrer Aufnahme mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes in der Agrarwirtschaft erzielen. Damit geht der ETF laut VanEck bewusst über ein reines Rohstoff-Engagement hinaus und bildet stattdessen die Unternehmen ab, die hinter der Lebensmittelproduktion stehen. Das konzentrierte Portfolio umfasst rund 50 Titel aus entwickelten Märkten und Schwellenländern und wird vierteljährlich neu gewichtet. Der zugrunde liegende Index wurde bereits im Juli 2012 lanciert; die Gesamtkostenquote (TER) des neuen UCITS-Vehikels beträgt 0,55 Prozent pro Jahr.
In den USA notiert unter dem Kürzel MOO seit 2007 ein vergleichbares VanEck-Produkt an der NYSE Arca. Mit der UCITS-Variante steht die Strategie nun auch Schweizer und europäischen Investoren in einer für sie zugänglichen Struktur zur Verfügung.
VanEck begründet den Schritt mit einem strukturellen Argument: Die Vereinten Nationen rechnen damit, dass die Weltbevölkerung von 8,2 Milliarden Menschen im Jahr 2024 bis Mitte der 2080er-Jahre auf rund 10,3 Milliarden ansteigt, während die weltweite landwirtschaftliche Nutzfläche bereits um das Jahr 2000 ihren Höchststand erreicht hat und seither stagniert. Um die Lücke zwischen begrenzter Anbaufläche und wachsender Nachfrage zu schliessen, brauche es höhere Erträge und mehr Präzisionslandwirtschaft — verstärkt durch den Klimawandel, der etwa den Stickstoffverlust in Böden beschleunigt.
«Die Nachfrage nach Lebensmitteln ist von Natur aus gleichmässig, ihr Verbrauch bleibt über Konjunkturzyklen hinweg relativ stabil», sagt Martijn Rozemuller, Head of Europe bei VanEck. Viele Unternehmen der Branche könnten zudem höhere Inputkosten über die Zeit entlang der Wertschöpfungskette weitergeben. «Ein Engagement in der Agrarwirtschaft kann in einem inflationären oder von Engpässen geprägten Umfeld als möglicher Puffer für das Portfolio dienen», so Rozemuller. Zudem biete der ETF nur begrenztes Engagement in den technologielastigen Sektoren, die die breiten Indizes heute dominieren: «Hier investiert man in die Realwirtschaft.»
Der ETF ist ein Teilfonds der VanEck UCITS ETFs plc mit Sitz in Irland, wird physisch nachbildend geführt und reinvestiert die Erträge. Er ist gemäss Artikel 6 der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) klassifiziert. VanEck verwaltet nach eigenen Angaben aktuell rund 251,5 Milliarden US-Dollar weltweit und bietet global mehr als 100 ETFs an.