16.09.2026, 10:07 Uhr
Der von Pensimo geführte und börsenkotierte Swissinvest Real Estate Fund hat im Geschäftsjahr 2025/26 mehr Mieterträge eingefahren als im Vorjahr. Dadurch steigt die Ausschüttung, und das Portfolio soll weiter...
Die Schweizer Bankbranche steht vor einem Neuzugang. Die britische Neobank Revolut, deren Angebote bereits heute von über einer Millionen Schweizerinnen und Schweizern genutzt werden, beantragt nun eine Schweizer Banklizenz. Die Online-Bank will in den nächsten fünf Jahren mehr als 150 Millionen Franken in den Schweizer Markt investieren.
Die Lizenzerteilung durch die Finanzmarktaufsicht Finma würde den Weg für ein vollständiges Bankangebot in der Schweiz ebnen, schreibt Revolut in einer Mitteilung vom Mittwoch. Der Antrag werde derzeit von der Finma geprüft.
Bereits heute gilt Revolut in der Schweiz als grösste Neobank. Nach eigenen Angaben hat sie hierzulande bereits 1,3 Millionen Kundinnen und Kunden, alleine im Geschäftsjahr 2025 stieg die Kundenzahl um rund 240'000 Personen an. Damit übertrifft das britische Fintech hierzulande die nächsten Konkurrenten deutlich - die Finanz-App Yuh hat etwa 400'000 und Neon etwa 250'000 Kunden.
Genutzt wird Revolut von vielen Schweizerinnen und Schweizer trotz ausgebautem Angebot oft primär noch als günstige Reisezahlungs-App. Mit einer Schweizer Banklizenz will Revolut den hiesigen Kundinnen und Kunden nun vollwertige Lohnkonten mit Schweizer IBAN-Nummern und einer schweizerischen Einlagensicherung anbieten können. Zum künftigen Angebot gehören sollen etwa auch Zahlungsabwicklungen für Händler, in Prüfung sind auch Säule 3a-Produkte oder ein Twint-Angebot.
Für den Aufbau der Schweizer Bank und den Ausbau des hiesigen Markts will Revolut mehr als 150 Millionen Franken investieren. Die Mittel sollen in die Entwicklung neuer Produkte wie auch die Schaffung lokaler Arbeitsplätze gehen. Dazu kämen Erweiterungen auf Verwaltungsrats- und Führungsebene, heisst es. Heute beschäftigt die Neobank in Zürich bereits rund 30 Angestellte, die Zahl dürfte mit einer Banklizenz wohl klar steigen.
Das Fintech-Unternehmen mit Hauptsitz in London ist gemessen an seinen über 80 Millionen Kunden heute eine der grössten Banken Europas und verzeichnet ein rasantes Wachstum. Das Unternehmen verfügt in Europa bereits über Banklizenzen in Grossbritannien, Litauen und in Frankreich. In den USA hatte Revolut unlängst von der Bankenbehörde OCC eine bedingte Genehmigung erhalten.