MiFID II: Vermögensverwalter zahlen für Researchkosten

Rob Sharps, Co-Head of Global Equity und Group Chief Investment Officer bei T. Rowe Price.
Rob Sharps, Co-Head of Global Equity und Group Chief Investment Officer bei T. Rowe Price.

T. Rowe Price, Unigestion und JO Hambro ku?ndigen an, dass man sa?mtliche Kosten fu?r Research-Dienstleistungen im Auftrag der Kunden und mit Blick auf die anstehende Finanzmarktrichtlinie MiFID II selber u?bernehmen wird.

24.08.2017, 15:17 Uhr

Redaktion: jog

MiFID II tritt am 3. Januar 2018 fu?r alle in der Europa?ischen Union operierenden Vermo?gensverwalter in Kraft und bringt umfassende A?nderungen fu?r den Bereich Investment-Research mit sich. Im Wesentlichen sehen die neuen Bestimmungen drei Alternativen vor, wie Vermo?gensverwalter die Kosten ihres Investment-Research decken ko?nnen. Sie reichen von der Bezahlung aus der eigenen Gewinn- und Verlustrechnung (P&L) bis hin zur Einfu?hrung einer Research-Pauschale mit Research Payment Account (RPA).

Der US-amerikanische Asset Manager T. Rowe Price hat bekannt gegeben, dass man die anfallenden Kosten von Third-Party Investment Research der in Grossbritannien ansässigen Investment-Management-Sparte übernehmen wird, da diese von MiFID II betroffen sein wird.

Rob Sharps, Co-Head of Global Equity und Group Chief Investment Officer von T. Rowe Price sagt dazu:" Mit dieser Entscheidung haben wir dafür gesorgt, dass die Interessen unserer Kunden geschützt sind, während wir unseren weltweiten Investitionsprozess und unseren Zugang zu wichtigen Third-Party Researches bewahren"

Ähnlich sieht dies Ken Lambden, CEO der JOHCM-Gruppe: «Als überzeugter aktiver Fondsmanager ist unser eigenes Research ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um unseren Kunden eine Out-Performance zu liefern. Wir schätzen aber dennoch den Zugang zu ausgewähltem externen Research. Die neuen MiFID II- Regulationen steigern die Kostentransparenz von Research-Dienstleistungen und wir sind der Meinung, dass unter diesen Regulationen die direkten Bezahlungen der Kosten im besten Interesse unserer Kunden ist."

Transparenz auch bei Unigestion
Auch der Westschweizer Vermögensverwalter Unigestion hat entschieden, die Kosten fu?r den gesamten Investment-Research Bereich aus der eigenen P&L zu decken. Dadurch soll eine klare und transparente Kosten- und Aufwandsstruktur fu?r die Produkte in allen Anlageklassen gewa?hrleistet sein.

"Wir tun ganz einfach das Richtige, um sicherzustellen, dass wir unseren Kunden auch weiterhin umfassende Transparenz bieten, indem wir klar darstellen, welche Gebu?hren fu?r welche Dienstleistungen in unseren Produkten in Rechnung gestellt werden. Gleichzeitig schu?tzen wir unsere Kunden vor potenziellen Interessenkonflikten durch Best Execution", erklärt Fiona Frick, CEO von Unigestion.

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