M&G Global Macro Bond Fonds neu in der Schweiz

Jim Leaviss, Manager des M&G Global Macro Bond Fonds
Jim Leaviss, Manager des M&G Global Macro Bond Fonds

Ab sofort können Schweizer Anleger in den M&G Global Macro Bond Fund investieren. Der Fonds wird seit seiner Auflegung im Jahr 1999 von Jim Leaviss, Leiter Anleihen bei M&G International, gemanagt. In den letzten fünf Jahren hat der Fonds eine Rendite von 6,2% pro Jahr erzielt.

06.03.2012, 11:16 Uhr

Redaktion: anw

Der M&G Global Macro Bond Fund ist ein global ausgerichteter „All-Wetter“-Anleihenfonds, der auf einen Gesamtertrag abzielt und dabei keinen Einschränkungen unterliegt. Das Anlageziel besteht darin, unabhängig von den jeweils gerade vorherrschenden Bedingungen am Markt positive Erträge zu generieren – und das bei niedrigen Wertschwankungen. Zu diesem Zweck kann der Fonds weltweit in das gesamte Spektrum festverzinslicher Wertpapiere investieren, um so von aktuellen Marktbewegungen zu profitieren. Neu ist er nun auch in Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden, der Schweiz und Spanien zum Vertrieb zugelassen.

"Auf eine neue Normalität einstellen"
Bestimmt werden die Erträge vor allem durch die Positionen des Fonds in Unternehmensanleihen sowie durch die Durationsausrichtung. Im Gegensatz zu anderen globalen Anleihenfonds kann Jim Leaviss auch eine negative Duration eingehen, falls er einen Anstieg der Zinsen erwartet. Dadurch ist der Fonds in der Lage, auch in solchen Phasen Erträge zu erwirtschaften, in denen konventionelle Fonds Verluste erleiden würden. Abgesehen davon kommen der Wertentwicklung auch das aktive Management der Währungsausrichtung sowie der Einsatz von Derivaten und Kredithebeln zugute.

Jim Leaviss warnt vor den Risiken durch eine starke Konzentration auf den Heimatmarkt: „Die Anleger müssen sich derzeit auf die ‚neue Normalität‘ einstellen, die durch verkürzte Konjunkturzyklen sowie grundlegende Veränderungen des Handelsumfelds bestimmt wird. Für die Investoren bedeutet dies vergleichsweise ausgeprägte Wertschwankungen. Hält man hingegen an den Anleihenmärkten weltweit nach Anlagechancen Ausschau, kann man dadurch – unabhängig von den aktuellen Entwicklungen im Heimatmarkt – die bestmöglichen Erträge erzielen.“

Für die Schwellenländermärkte zurückhaltend gestimmt
Ein Aspekt, in dem sich Jim Leaviss deutlich von anderen Marktakteuren unterscheidet, ist seine negative Einschätzung von Schwellenländeranleihen: „Sorgen bereitet uns vor allem der Umstand, dass Anleger aus den Industriestaaten mittlerweile einen beträchtlichen Anteil von 30% in auf lokale Währungen lautenden Schwellenländeranleihen halten. Sobald sich diese Investoren jedoch wieder in die etablierten Märkte zurückziehen, wird dies für die Schwellenländer-Volkswirtschaften gravierende Liquiditätsprobleme und höhere Kreditkosten nach sich ziehen. Die veränderte Wahrnehmung des Faktors Risiko seitens der Anleger sowie die jüngste Aufwertung des US-Dollar haben bereits zu solchen Mittelabflüssen geführt.“

„Risikobehaftete Anlageformen erlebten zuletzt ein Comeback. Das jüngste langfristig angelegte Refinanzierungsprogramm (LTRO) der EZB hat das Investmentumfeld verändert und den Finanzierungsdruck der Banken im Euroraum gelindert. Deshalb haben wir die Engagements des Portfolios in Finanzwerten sowie in Papieren aus den Peripheriestaaten zuletzt wieder erhöht. Trotzdem mache ich mir um die strukturellen Probleme und Risiken innerhalb des Bankensystems nach wie vor Sorgen.“

Inflationsgebundene Anleihen als „günstige Absicherung“
Rund 45% der physischen Vermögenswerte des Fonds werden derzeit in indexgebundenen Anleihen gehalten. Dies trägt der Auffassung von Jim Leaviss Rechnung, dass die Breakeven-Inflation momentan übertrieben niedrig ist: „Angesichts eines Umfelds, in dem die Notenbanken weitere quantitative Lockerungsmassnahmen auf den Weg bringen, stellen indexgebundene Anleihen offenbar ein preiswertes Absicherungsinstrument dar. Darüber hinaus könnten die politischen Spannungen im Mittleren Osten, die sich zuletzt intensiviert haben, die Ölpreise nach oben treiben und dadurch einen Inflationsdruck fördern.“ Im Gegensatz zur allgemeinen Marktauffassung ist Jim Leaviss allerdings der Meinung, dass die realen Renditen von indexgebundenen Anleihen sogar noch weiter sinken könnten und deshalb zurzeit ein günstiges Risiko-/Ertragsprofil aufweisen.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Fonds auf Englisch.

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