08.09.2026, 07:43 Uhr
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Israel «Izzy» Englander gehört zu den ganz grossen im Hedge-Fund-Geschäft: Nun berichtet die «Financial Times», dass er mit seiner Millennium Management die Präsenz in der Schweiz ausbauen will. Offenbar habe dabei Genf die Nase vorn.
Millennium Management unterhält heute schon Büros in Genf und Zug, wobei der Standort Zug bislang grösser ist. Nun soll der Hedgefonds laut der «Financial Times» mit den Genfer Steuerbehörden über einen Steuerdeal aushandeln, um den Standort in Genf auszubauen.
Der in New York ansässige Hedgefonds zählt mit einem verwalteten Vermögen von über 92 Milliarden US-Dollar zu den grössten der Welt. Der von Israel «Izzy» Englander gegründete Fonds ist an bedeutenden Finanzplätzen wie London, New York und Singapur präsent und erlaubt seinen Mitarbeitenden, von über 140 Standorten weltweit aus zu arbeiten.
Geht es nach der FT, standen der Ausbau in Genf oder Zug zur Wahl. Wobei die Einkommenssteuern eine wichtige Rolle spielten. Genf, historisch einer der steuerlich teuersten Kantone der Schweiz, versuche dabei mit gezielten Steuerdeals seit einiger Zeit, den Abstand zu den günstigeren Konkurrenten zu verkleinern. Verhandlungen mit den Genfer Steuerbehörden können in einem sogenannten Steuerruling münden – einer verbindlichen Vereinbarung für Unternehmen wie Hedgefonds oder für Privatpersonen, die die effektive Steuerlast senken kann.
Eine weitere Rolle spielt auch die Wohnungssituation. Wobei hier wohl Zug die Nase vorn hat: Die Leerwohnungsziffer lag in Genf im vergangenen Jahr bei lediglich 0,34 Prozent, verglichen mit 0,42 Prozent in Zug, wie Bundesdaten zeigen.
Millennium wollte sich gegenüber der FT nicht äussern. Das Genfer Finanzdepartement äusserte sich nicht zum Hedgefonds im Speziellen, hielt aber fest, dass Zuzüger aus anderen Kantonen den ordentlichen Steuerregeln unterliegen und keine Vorzugsbehandlung aufgrund ihres Umzugs erhalten.