24.09.2026, 09:41 Uhr
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt den Leitzins ein weiteres Mal bei null Prozent. Bei der Inflation erwartet sie nur minimal höhere Werte.
Ein weiteres Finanzinstitut kehrt der Stadt Zürich den Rücken. Die Konsumkreditbank Cembra verlegt ihren Hauptsitz von Zürich Altstetten nach Baden.
Der Umzug in den Konnex-Gebäudekomplex im ehemaligen Industriequartier Baden Nord sei für Herbst 2027 vorgesehen, teilte das Finanzinstitut mit. Alle rund 660 Mitarbeitenden am heutigen Zürcher Hauptsitz würden nach Baden umziehen, ergänzte eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.
Die weiteren Cembra-Mitarbeitenden in der Schweiz verbleiben laut den Angaben an den regionalen Standorten in Bern, Lausanne, Lugano, St. Gallen und Zürich-City. Der Standortwechsel sei nicht mit einem Stellenabbau verbunden, betonte die Sprecherin. Schweizweit beschäftigt Cembra insgesamt rund 800 Mitarbeitende.
Neue Anforderungen
Der Umzug sei das Ergebnis einer langfristigen Standort- und Flächenplanung, so die Sprecherin zu den Gründen des Umzug. Die Anforderungen an die Arbeitsumgebung hätten sich in den vergangenen Jahren verändert. Die Gestaltungsmöglichkeiten der derzeitigen Räumlichkeiten seien beschränkt.
Cembra habe sich verschiedene Objekte angeschaut, darunter auch in Zürich. «Entscheidend war die Frage, welcher Standort unseren heutigen und zukünftigen Anforderungen als Unternehmen am besten entspricht.»
Das neue Büro im aargauischen Städtchen bietet nun laut Cembra moderne Infrastruktur, zeitgemässe Gebäudetechnologie und einen energieeffizienten Betrieb. Als weiteres Plus betont Cembra auch die zentrale Lage und die hervorragende Anbindung an den öffentlichen Verkehr.
Zweiter Abgang aus Zürich
Für Zürich handelt es sich um den zweiten Abgang eines Banken-Hauptsitzes innert kurzer Zeit. Ende August hatte die Bank Vontobel die Verlegung ihres Hauptsitzes aus der Schweizer Banken-Metropole nach Baar ZG bekanntgegeben.
Am neuen Vontobel-Hauptsitz im steuergünstigen Kanton Zug sollen mehr als 1500 Mitarbeitende arbeiten. Der Wegzug hatte eine Debatte über die Standortbedingungen in Zürich ausgelöst.