21.08.2026, 07:20 Uhr
Der Kryptomarkt hat eine aussergewöhnlich starke Woche hinter sich. Bitcoin ist am Mittwoch und Donnerstag zeitweise um bis zu zehn Prozent gestiegen und hat damit erstmals seit Anfang Juni wieder die Marke von...
Die Graubündner Kantonalbank (GKB) hat das erste Halbjahr 2026 mit dem besten Halbjahresergebnis ihrer Geschichte abgeschlossen. Der Konzerngewinn stieg um 18,2 Prozent auf 137,2 Millionen Franken. Das Eigenkapital beläuft sich auf 3,0 Milliarden Franken.
Der Geschäftsertrag der GKB nahm um 28,9 Millionen Franken beziehungsweise 11,2 Prozent auf 286,3 Millionen Franken zu. Sämtliche Ertragskomponenten trugen zu diesem Wachstum bei. Der Zinserfolg erhöhte sich um 14,6 Millionen Franken respektive 9,3 Prozent. Den margenmindernden Effekt des anhaltenden Nullzinsumfelds konnte die Bank durch das Wachstum der Ausleihungen sowie durch die Anlagestrategie des Eigenkapitals kompensieren. Zusätzlich wurden im ersten Halbjahr nicht mehr benötigte Wertberichtigungen von netto 3,5 Millionen Franken aufgelöst.
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legte um 11,3 Millionen Franken beziehungsweise 13,5 Prozent zu, getragen vor allem von der Akquisition von Anlagevolumen im Stammhaus und einer vorteilhaften Marktentwicklung. Die Quote des zinsunabhängigen Geschäfts erhöhte sich damit auf 40,1 Prozent.
CEO Daniel Fust sieht in dem Ergebnis eine Bestätigung der Positionierung als Kredit-, Anlage- und Vorsorgebank: «Der operative Erfolg verdeutlicht die hohe Leistungsfähigkeit einer resilienten und robusten GKB. Das positive Volumenwachstum mit Privat- und Geschäftskunden drückt das grosse Vertrauen unserer Kundschaft in die GKB aus und unterstreicht unsere ausgeprägte regionale Verwurzelung.»
Im Rahmen der Umsetzung der Strategie 2026–2030 investiert die GKB gezielt in die digitale Transformation und entsprechende Fachkräfte. Der Geschäftsaufwand stieg dadurch um 3,0 Prozent, wobei sich die Kostenzunahme im Vergleich zu den Vorjahresperioden abflachte. Die Cost/Income-Ratio verbesserte sich auf 46,8 Prozent, was die GKB als Beleg für ihre hohe Produktivität wertet.
Das Geschäftsvolumen der GKB erreichte 78,9 Milliarden Franken, ein Plus von 0,1 Prozent. Die Kundenausleihungen wuchsen um 0,1 Milliarden Franken, getragen von der anhaltenden Dynamik im Heimmarkt, insbesondere im Geschäft mit Privat- und KMU-Kunden. Das Nettoneugeld im Kundengeschäft des Stammhauses belief sich auf 0,7 Milliarden Franken. Den Nettogeldabflüssen von insgesamt 1,0 Milliarden Franken bei institutionellen Kunden der Tochtergesellschaften stand eine positive Marktentwicklung gegenüber, welche die Abflüsse grösstenteils kompensierte.
Die risikogewichtete Kernkapitalquote (CET-1-Ratio) der GKB stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 20,2 Prozent. Die Bank sieht darin eine Bestätigung ihrer konsequenten und langfristig ausgerichteten Risikopolitik, welche die regulatorischen Anforderungen komfortabel übertrifft.
Aufgrund des erfolgreichen ersten Semesters hebt die GKB ihren Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 an und erwartet neu einen Gewinn über dem Vorjahreswert.
Im Rahmen einer regelmässigen Überprüfung der Beteiligungsstrategie hat der Bankrat der GKB beschlossen, die hundertprozentige Tochter BZ Bank verstärkt als Spezialistin für aktienbasierte Lösungen zu positionieren. Die Research- und Anlagekompetenz der BZ Bank soll künftig insbesondere für die Einzeltitelselektion in Kundenportfolios sowie für das Management eigener Themenfonds genutzt werden. Die GKB übernimmt zudem zusätzliche Aufgaben für die BZ Bank und schafft Synergien in den Bereichen Finanzen & Controlling sowie im Risikomanagement.
Die Neuausrichtung geht mit personellen Veränderungen einher: Nach dem Rücktritt von Stefan Sigron per 30. September 2026 wird der Verwaltungsrat der BZ Bank durch Michèle Hess, Mitglied des Bankrats der GKB, ergänzt – vorbehältlich der laufenden Gewährsprüfung durch die FINMA. CEO Marc Schurter und Peter Rebsamen, Leiter Investment Funds, bilden künftig den Kern der Geschäftsleitung und verantworten die operative Umsetzung der neuen Strategie. Thomas Kostkiewicz verstärkt die Geschäftsleitung per 1. September 2026 als Chief Risk Officer, ebenfalls vorbehältlich der Gewährsprüfung durch die FINMA. Dieter Göldi, bisheriger Chief Financial Officer, verlässt die BZ Bank wie seit längerem vorgesehen per Ende August 2026.