Neues Schweizer ETP will Bitcoin-Risiko dynamisch steuern

Rino Borini, Gründer von House of Satoshi, lanciert gemeinsam mit Aisot Technologies und Maverix Securities das Bitcoin AI Strategy ETP (Bild: House of Satoshi)
Rino Borini, Gründer von House of Satoshi, lanciert gemeinsam mit Aisot Technologies und Maverix Securities das Bitcoin AI Strategy ETP (Bild: House of Satoshi)

House of Satoshi lanciert zusammen mit Aisot Technologies und Maverix Securities ein Bitcoin-ETP, das die Kryptoquote monatlich an die Marktlage anpasst. Der Handelsstart an der SIX Swiss Exchange ist für den 6. Oktober vorgesehen.

24.08.2026, 08:03 Uhr
Alternatives

Redaktion: asc

House of Satoshi bringt gemeinsam mit Aisot Technologies und Maverix Securities das Bitcoin AI Strategy ETP (BTCAI) auf den Markt. Das neue Anlageprodukt passt die Bitcoin-Quote monatlich automatisch an die Marktlage an. Grundlage sind KI-gestützte quantitative Modelle von Aisot Technologies, welche das Renditepotenzial von Bitcoin und dessen Unsicherheit laufend einschätzen. Die Zeichnungsfrist läuft vom 24. August bis zum 1. Oktober 2026, gehandelt wird das Produkt ab dem 6. Oktober 2026 an der SIX Swiss Exchange.

Aus der Praxis entstanden

Die Idee zu BTCAI stammt aus der Bitcoin-Community von House of Satoshi. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 2'500 Personen zu Bitcoin ausgebildet und dabei wiederholt dieselben Anliegen gehört: starke Kursschwankungen und die Frage der sicheren Aufbewahrung. «Diese Anliegen haben wir aufgenommen und zusammen mit Aisot Technologies einen Ansatz entwickelt, der Bitcoin nicht einfach nur hält, sondern gezielt auf die Marktlage reagiert», sagt Rino Borini, Gründer von House of Satoshi.

Dynamische Quotensteuerung

BTCAI passt die Gewichtung zwischen Bitcoin und USD-Bargeld monatlich an die Marktlage an. Grundlage sind KI-gestützte quantitative Modelle von Aisot, die Markt-, Nachrichten- und Wirtschaftsdaten laufend auswerten. «Unsere Modelle schätzen ein, wie sich Bitcoin entwickeln könnte und wie sicher diese Einschätzung ist», erklärt Stefan Klauser, Mitgründer und CEO von Aisot Technologies. «Daraus berechnen wir monatlich die Aufteilung zwischen Bitcoin und Bargeld-Instrumenten.» In schwierigen Marktphasen kann der Bargeldanteil bis zu 80 Prozent betragen.

Anlegerinnen und Anleger müssen ihre Bitcoin dabei nicht selbst verwahren. «BTCAI ist bewusst als besicherte Struktur aufgebaut. Die zugrunde liegenden Werte sind physisch vorhanden und werden bei Swissquote verwahrt», sagt Serge Nussbaumer, Leiter Vertrieb bei Maverix Securities. Der Zugang erfolgt über das reguläre Wertschriftendepot.

Historische Rückrechnung mit Einschränkungen

Eine Rückrechnung des Anbieters zeigt: Über fünf Jahre hätte BTCAI einen Gesamtgewinn von 153,8 Prozent erzielt, gegenüber 50,4 Prozent bei einer reinen Bitcoin-Anlage. Gleichzeitig fiel das maximale Verlustrisiko in der Simulation deutlich kleiner aus (−41,8 Prozent statt −76,7 Prozent). Über zwei Jahre hätte BTCAI demnach 28,4 Prozent Gewinn erzielt, während eine reine Bitcoin-Anlage 2,9 Prozent verloren hätte.

Wie bei jeder Anlagestrategie gilt: Ein Backtest ist keine Garantie für künftige Ergebnisse, und es besteht kein Schutz vor Verlusten. Zudem kann BTCAI in stark steigenden Märkten hinter einer reinen Bitcoin-Anlage zurückbleiben – insbesondere nach Abzug der Produktkosten.

Vier Schweizer Partner entlang der Wertschöpfungskette

BTCAI vereint vier Schweizer Anbieter entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Aisot Technologies entwickelt die Strategie, Maverix Securities emittiert das Produkt, Swissquote Bank verwahrt die zugrunde liegenden Werte, und gehandelt wird an der SIX Swiss Exchange. House of Satoshi begleitet Anlegerinnen und Anleger auch nach der Lancierung mit monatlichen Informationen zur Entwicklung, Strategie und den Hintergründen des Produkts.

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