Helvetia Baloise strebt Effizienz an und will höhere Dividenden ausschütten

Der neu zusammengesetzte Versicherungskonzern Helvetia Baloise will in den kommenden Jahren Schritt für Schritt profitabler werden und den Aktionärinnen und Aktionären eine deutlich höhere Dividende bieten. Damit verbunden sind - wie früher angekündigt - Einsparungen und der Abbau tausender Stellen.

15.04.2026, 07:48 Uhr
Asset Management | Banken | Versicherungen

Redaktion: AWP

Anfang Dezember 2025 haben die traditionsreichen Versicherer Helvetia und die Baloise fusioniert und die Integration läuft plangemäss, wie der Konzern am Mittwoch bekanntgab. Das Integrationsprogramm «in vollem Gange» sei, hat der Versicherer nun die Zukunft hat seine Ziele für den Zeitraum bis 2028 formuliert.

Rendite steigern

Im Fokus steht die Verbesserung der Profitabilität der neu zusammengesetzten Gruppe. Bis 2028 soll die dem Geschäft zugrunde liegende Eigenkapitalrendite laut der Mitteilung in den Bereich von 16 bis 18 Prozent geführt werden. 2025 wurde auf Pro-Forma-Basis eine Rendite auf dem Eigenkapital von 15,4 Prozent erzielt.

Um das Ziel zu erreichen, soll das Synergiepotenzial, das die Fusion bietet, ausgeschöpft werden. Wie vor einem Jahr bei der Fusionsankündigung versprochen, strebt die Gruppe jährliche Synergien von 350 Millionen Franken an.

Zusammen mit den vor der Fusion initiierten Kosten- und Effizienzprogrammen der beiden Unternehmen würden sogar Synergien und Effizienzgewinne in Höhe von rund 650 Millionen Franken angepeilt, so die Mitteilung weiter. Bis Ende 2028 sollen davon 90 Prozent erreicht werden.

Wie bekannt dürften im Zuge der Fusion bei der Helvetia Baloise 2000 bis 2600 der rund 22'000 Vollzeitstellen verloren gehen. Bis Ende März seien durch Abgänge oder Kündigungen etwas mehr als 1100 Vollzeitstellen abgebaut worden. Nebst der natürlichen Fluktuation und Kündigungen würden auch Frühpensionierungen zum Erreichen des Ziels angeboten.

Höhere Dividenden angestrebt

Ein weiteres Ziel ist die Steigerung des Gewinns und damit verbunden eine höhere Dividendenausschüttung. Im Jahr 2025 hat Helvetia Baloise pro forma einen zugrunde liegenden Gewinn von 1,03 Milliarden Franken erzielt. Das Ergebnis pro Aktie soll nun jährlich um 10 bis 12 Prozent gesteigert werden.

Den Aktionärinnen und Aktionären verspricht die Gruppe, in den Jahren 2026 bis 2028 über 2,8 Milliarden Franken an Dividenden auszuschütten. In diesem Jahr werden 7,70 Franken je Aktie respektive total 765,5 Millionen Franken als Dividendenzahlung vorgeschlagen. Und 2029 soll die Dividende um mehr als 50 Prozent über dem 2025-Niveau liegen.

as«Ich freue mich besonders darüber, wie schnell wir zusammengewachsen sind und erste Synergien erzielen konnten», wird Konzernchef Fabian Rupprecht in der Mitteilung zitiert. Gemeinsam seien die beiden Versicherer gut positioniert, um nachhaltiges Wachstum und langfristigen Mehrwert zu schaffen.

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