The Singularity Group setzt auf «Super Semis» – und erhält FINMA-Lizenz

Evelyne Pflugi, CEO von The Singularity Group (Bild: The Singularity Group)
Evelyne Pflugi, CEO von The Singularity Group (Bild: The Singularity Group)

Die Zürcher Anlageboutique The Singularity Group hat ihre Singularity-Strategien halbjährlich neu gewichtet und bleibt dabei hochselektiv in Halbleitern investiert. Gleichzeitig hat das Unternehmen die FINMA-Lizenz zur Verwaltung von Kollektivvermögen erhalten.

21.07.2026, 11:30 Uhr
Asset Management | Fintech

Redaktion: asc

The Singularity Group (TSG) hat die halbjährliche Überprüfung und Neugewichtung ihrer Singularity-Strategien abgeschlossen. Das Ergebnis: Halbleiter bleiben im Fokus – aber nicht der breite Markt, sondern gezielte strukturelle Engpässe entlang der Wertschöpfungskette. Gleichzeitig hat TSG einen regulatorischen Meilenstein erreicht: Die Zürcher Boutique verfügt nun über eine FINMA-Lizenz nach dem Kollektivanlagengesetz (KAG).

«Magnificent 7» weichen den «Super Semis»

TSG-CEO Evelyne Pflugi beschreibt eine Verschiebung in der Marktdynamik: «2022 und 2023 haben bahnbrechende Innovationen in Computerchips die neue Welle von KI erst ermöglicht. Investoren haben erwartet, dass diese in Richtung Software weiterschwappt, dabei verharrt die Wertschöpfung – wie so oft bei Angewandter Innovation – länger an einem Ort als erwartet. Der Markt wacht eigentlich erst jetzt richtig auf.»

Im neuen Portfolio lösen die sogenannten «Super Semis» die «Magnificent 7» als dominierende Kraft ab. Konkret stehen Micron und SK Hynix im Vordergrund, ergänzt durch bewährte Namen wie TSMC, Nvidia und ASML in den Top 10 des Singularity Fund. Von den ursprünglichen Mag-7-Werten verblieben lediglich Alphabet und Meta im Portfolio – letztere wegen ihrer Innovationsumsätze im Bereich KI-gestützte Werbung. Die grössten Untergewichte entfallen auf Apple und Microsoft.

Gezielte Nischen statt breiter Halbleiter-ETFs

Im Unterschied zu den zuletzt zahlreich lancierten Halbleiter-ETFs fokussiert TSG nicht auf den gesamten Sektor, sondern auf zwei spezifische Technologiefelder: Advanced Packaging (Aufbau- und Verbindungstechnik) sowie High-Bandwidth Memory (HBM), also vertikal gestapelten Hochleistungs-Arbeitsspeicher. Beide gelten als Schlüsseltechnologien für die nächste Generation leistungsfähiger KI-Chips.

«Die Eintrittshürden sind in diesen Nischengebieten enorm hoch, die Nachfrage auch. Das ist die perfekte Kombination für gesteigerte Preisgestaltung und damit unerwartet starkes Ertragswachstum, das einige Investoren auf dem falschen Fuss erwischt hat», so Pflugi. Ergänzend bleiben Energieinfrastruktur und Cybersicherheit im Strategiefokus.

FINMA-Lizenz öffnet institutionelle Kundensegmente

TSG verwaltet aktuell rund 200 Millionen US-Dollar und verzeichnet kontinuierliche Zuflüsse. Der Singularity Fund platziert sich laut Morningstar über alle Zeithorizonte in der Top-10 seiner Vergleichsgruppe.

CIO Pierre Guillier kommentiert die neue Lizenz: «Dies ist ein wichtiger Meilenstein für uns. Wir verzeichnen eine erhöhte Nachfrage nach Partnerschaften, die wir künftig noch besser bedienen können. Gleichzeitig eröffnet uns die Bewilligung den Zugang zu neuen institutionellen Kundensegmenten und ermöglicht eine noch engere Vernetzung innerhalb der Asset-Management-Branche.»

Ab August übernehmen Guillier und Portfoliomanagerin Alessia Favotto das Management des Flaggschiffprodukts Singularity Fund (UCITS). Da der Fonds den Singularity Index abbildet, bleibt die Strategie unverändert.

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