01.07.2026, 11:09 Uhr
Die Schweizer Börsenbetreiberin SIX meldet für die ersten sechs Monate 2026 einen deutlichen Anstieg des Handelsvolumens an ihren Handelsplätzen SIX Swiss Exchange und BME Exchange. Besonders der Juni fiel mit...
Die zurückhaltende IPO-Aktivität in der Schweiz hat sich laut dem IPO-Barometer von EY im zweiten Quartal 2026 leicht belebt. Auf der Weltbühne erhielt vor allem der Mega-Börsengang von SpaceX viel Aufmerksamkeit - ein stärkeres IPO-Fenster hierzulande lässt sich daraus jedoch nicht automatisch ableiten.
Nach einer Flaute im ersten Quartal 2026 traten im zweiten Jahresviertel mit Centiel und DSM-Firmenich sowie im KMU-Segment Matador Secondary Private Equity immerhin drei Börsenneulinge in Erscheinung, wie die Beratungsfirma EY in ihrem am Mittwoch publizierten IPO-Barometer festhält. Neuemissionen gaben es dabei aber keine.
Dennoch wertet EY dies als vorsichtiges Signal für eine selektive Marktbelebung. Viele potenzielle Emittenten in der Schweiz warteten weiterhin auf den richtigen Zeitpunkt. Gleichzeitig investierten sie gezielt in ihre «IPO-Readiness», um bei stabileren Rahmenbedingungen rasch handlungsfähig zu sein.
In den USA vollzog derweil SpaceX, die Weltraumfirma von Elon Musk, mit einem Emissionsvolumen von 86,2 Milliarden Dollar den grössten Börsengang aller Zeiten. Das unterstreiche die hohe Aufnahmefähigkeit der internationalen Kapitalmärkte, erklärte Tobias Meyer von EY Schweiz.
Insgesamt hätten aber die anhaltenden geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten die IPO-Pläne vieler Unternehmen gebremst. Die Zeitfenster für einen Börsengang blieben kurz und selektiv; im Fokus der Anleger stünden laut EY die Bereiche Verteidigung, KI, Infrastruktur sowie skalierbare Wachstumsmodelle.
Die Transaktion von SpaceX verzerrte allerdings das weltweite IPO-Bild deutlich. So sank im zweiten Quartal in den USA die Zahl der Börsengänge um 12 Prozent auf 45. Das Emissionsvolumen stieg dagegen auf 117,6 Milliarden Dollar damit auf mehr als das Zehnfache des Vorjahreswerts. Allein SpaceX machte dabei fast drei Viertel des Volumens aus.
Wenig überraschend dominierten technologienahe Werte auch die Branchenübersicht: Die zehn grössten Börsengänge des zweiten Quartals vereinten zusammen 109,3 Milliarden Dollar auf sich. Das entspricht rund 75 Prozent des weltweiten Emissionsvolumens.