05.02.2026, 08:41 Uhr
Edmond de Rothschild Asset Management setzt seine Millesima-Reihe fort und legt den dreizehnten Laufzeitfonds auf. Das Vehikel investiert bis zu 100 Prozent in Hochzinsanleihen und zielt auf das Umfeld sinkender...
Der europäische Markt für börsengehandelte Indexfonds (ETFs) hat im Januar neue Höchststände erreicht. Mit Nettomittelzuflüssen von 56,3 Milliarden US-Dollar verzeichneten UCITS-ETFs den stärksten Monat seit Beginn der Aufzeichnungen, schreibt der globale Vermögensverwalter Fidelity. Das entspricht einem Plus von 76 Prozent gegenüber dem Zwölfmonatsdurchschnitt.
Besonders gefragt waren Aktien-ETFs, die mit 43,8 Milliarden Dollar 88 Prozent über dem Jahresmittel lagen. Auch Anleihe-ETFs übertrafen ihren Durchschnitt deutlich – um 78 Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar, so die Analyse von Fidelity.
Auffällig ist die anhaltende Umschichtung von US-Engagements in andere Regionen. ETFs auf europäische Aktien und Anleihen legten erneut stärker zu als ihre amerikanischen Pendants. Europa-Aktien-ETFs verbuchten mit Zuflüssen von knapp 10 Milliarden Dollar den zweitstärksten Monat seit Datenaufzeichnung.
«Die Rotation von den USA in andere Weltregionen ist mitnichten beendet», schreibt Rocco Altobelli, Head of ETF & Index Distribution Schweiz & Liechtenstein bei Fidelity International. Anleger diversifizierten weiterhin ihre Portfolios und bauten US-Exposure ab. Gleichwohl konnten US-ETFs ihren Abwärtstrend vorerst stoppen. Auf Dreimonatssicht legten sie um 86 Prozent zu – allerdings ausgehend von einem schwachen Niveau. «Wir beobachten kurzfristige Nachholeffekte. Eine generelle Trendumkehr sehe ich aber noch nicht», so Altobelli.
Besonders markant: In Schwellenländer-Aktien-ETFs flossen im Januar mit 6,4 Milliarden Dollar mehr Mittel als in US-Produkte. Neben dem Diversifizierungsargument spiele der schwache US-Dollar den Emerging Markets in die Hände, erklärt Altobelli. Unter den zehn stärksten Aktienmärkten 2025 befänden sich acht Schwellenländer. «Das Aufholpotenzial dieser Region ist gross. Es würde mich nicht überraschen, wenn wir hier in Zukunft weitere Zuflüsse sehen werden.»
Trotz der geopolitischen Unsicherheiten zeigt sich der ETF-Markt robust. «Während wir geopolitisch von einer Krisensituation zur nächsten taumeln, bleibt der ETF-Markt eine Quelle stabilen Wachstums», sagt Altobelli. Die Finanzmärkte handelten die Zukunft und die Frage, ob Unternehmen in drei, fünf oder zehn Jahren Geld verdienen könnten. «Davon scheinen die Märkte weiterhin überzeugt zu sein, und deswegen steigen die Kurse.»
Hinzu kämen ETF-spezifische Faktoren wie Transparenz, tiefe Kosten und breite Verfügbarkeit. «Nehme ich diese Faktoren zusammen, sehe ich keine Anzeichen, dass sich am Positivtrend für ETFs kurzfristig etwas ändern könnte», bilanziert der Fidelity-Experte.