09.02.2026, 07:10 Uhr
Helvetia Anlagestiftung setzt mit der Lancierung ihrer neuen Anlagegruppe «Infrastructure Equity Global Evergreen (USD)» ein deutliches Zeichen für den Aufstieg von Infrastruktur zur eigenständigen Anlageklasse in...
Hedgefonds haben im Januar eine beeindruckende Performance hingelegt und dabei von den turbulenten Marktbedingungen profitiert. Getrieben von starken Gewinnen bei Macro- und Equity-Hedge-Fonds legte der HFRI Fund Weighted Composite Index um 3,0 Prozent zu. Das ist der neunte Gewinnmonat in Folge.
Besonders eindrucksvoll entwickelten sich Macro-Hedgefonds: Der HFRI Macro Index schnellte um 4,8 Prozent nach oben. Das ist die stärkste Monatsrendite seit Mai 2003. Damit setzt sich eine Erfolgsserie von acht Monaten fort, in denen der Index insgesamt 15,2 Prozent gewann.
Spitzenreiter waren rohstofforientierte Fonds: Der HFRI Macro Commodity Index sprang um 6,2 Prozent – die beste Monatsperformance seit Februar 2008 und der zweitstärkste Anstieg seit Auflegung des Index. Auch trendfolgende Strategien glänzten: Der Systematic Diversified Index legte um 5,0 Prozent zu, während diskretionäre thematische Strategien um 5,2 Prozent gewannen.
Als Katalysatoren für die aussergewöhnliche Performance identifiziert Kenneth Heinz von HFR mehrere Faktoren: «Die Performance wurde von einer Reihe von Entwicklungen getrieben, darunter sowohl Reaktionen der Energie- und Rohstoffmärkte auf die geopolitischen Situationen im Iran und in Venezuela als auch die Nominierung von Kevin Warsh als Kandidat für den Vorsitz der US-Notenbank.»
Warsh, der über umfassende Erfahrung an den Finanzmärkten und einen Hintergrund in Macro-Hedgefonds verfügt, könnte laut Heinz ein starker Katalysator für die weitere Performance im Jahr 2026 sein. Angesichts erhöhter wirtschaftspolitischer Spannungen zwischen dem Wunsch nach niedrigeren Zinsen, anhaltendem Inflationsdruck und Sorgen über KI-Auswirkungen auf Arbeitsmärkte werde ein vorhersehbarer geldpolitischer Ansatz von Vorteil sein.
Equity-Hedge-Fonds, die Long- und Short-Positionen eingehen, navigierten erfolgreich durch intensive Volatilität und gewannen 3,15 Prozent. Damit bauen sie auf die starke Rendite von 16,9 Prozent im Jahr 2025 auf – das beste Ergebnis seit 2020.
Innerhalb dieser Kategorie stachen Energie- und Rohstofffonds hervor: Der HFRI Energy/Basic Materials Index legte um 6,5 Prozent zu und baut damit auf Gewinne von 20,2 Prozent im Jahr 2025 auf – das stärkste Jahresergebnis seit 2021. Fundamental wachstumsorientierte Strategien gewannen 4,6 Prozent, Value-Strategien 3,5 Prozent.
Event-Driven-Strategien, die auf M&A-Situationen und unterbewertete Aktien setzen, erzielten 1,4 Prozent Plus. Getragen wurden sie von Erwartungen an ein starkes Fusionsumfeld 2026, insbesondere bei KI-bezogenen Technologie- und Infrastrukturchancen.
Einen deutlichen Kontrast zur positiven Gesamtentwicklung bildet der Kryptosektor: Der HFR Cryptocurrency Index brach im Januar um 9,9 Prozent ein – der stärkste Rückgang seit Februar 2025. Dies spiegelt die im separaten 21shares-Bericht dokumentierte Krise am Kryptomarkt wider.
Die Streuung der Hedgefonds-Performance weitete sich im Januar deutlich aus: Das oberste Dezil der Fonds legte im Durchschnitt um 14,8 Prozent zu, während das unterste Dezil 4,4 Prozent verlor – eine Spanne von 19,2 Prozentpunkten. Über die zurückliegenden zwölf Monate erzielte das Top-Dezil sogar Gewinne von 73,1 Prozent, während das Bottom-Dezil 11,1 Prozent einbüsste.
Rund 80 Prozent aller Hedgefonds erzielten im Januar eine positive Performance – ein Zeichen für die breite Stärke der Branche trotz unterschiedlicher Strategien und Ansätze.
Der Januar-Erfolg setzt die Erfolgsserie des Gesamtjahres 2025 fort, in dem der HFRI Fund Weighted Composite Index um 12,4 Prozent zulegte – das stärkste Kalenderjahr seit 2009. Die starke Performance unterstreicht die Fähigkeit professioneller Manager, volatile Marktphasen und strukturelle Verschiebungen erfolgreich zu navigieren.