UBS mit deutlichem Gewinnrückgang

Die UBS hatte im ersten Quartal 2019 mit den schwierigen Marktbedingungen zu kämpfen. Die Grossbank verzeichnete gegenüber dem Vorjahresquartal einen deutlichen Rückgang des Geschäftsertrages und des Gewinns, konnte aber vor allem in Asien viele Neugelder anziehen.

25.04.2019, 08:41 Uhr

Redaktion: rem

Der Gewinn der UBS sank im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahresquartal um 27 Prozent auf USD 1,141 Milliarden, wie die Grossbank am Donnerstag mitteilte. Der ausgewiesene Vorsteuergewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (YoY) um 26% auf USD 1546 Millionen und der bereinigte Vorsteuergewinn um 21% auf USD 1577 Millionen. Das bereinigte Aufwand-Ertrags-Verhältnis des Konzerns belief sich auf 77,9%. Im Vorjahresquartal hatte diese Kennzahl 74,1 Prozent betragen. Während der Geschäftsaufwand um 9% abnahm, sank der Geschäftsertrag infolge des anspruchsvollen Marktumfelds und der sehr starken Performance der Vorjahresperiode um 12%.

Starke Nettoneugeldzuflüsse

Der bereinigte Vorsteuergewinn im Global Wealth Management (GWM) ging gegenüber dem Vorjahresquartal um 21% auf USD 873 Millionen zurück. Der Ertrag aus wiederkehrenden Nettogebühren war aufgrund der niedrigeren durchschnittlich verwalteten Vermögen rückläufig, während infolge der geringeren Kundenaktivität vor allem in der Region APAC die transaktionsbasierten Erträge sanken. Der Nettozinsertrag ging leicht zurück. Die Nettoneugeldzuflüsse beliefen sich auf USD 22 Milliarden, wovon rekordhohe USD 16 Milliarden auf APAC entfielen. Damit stiegen die verwalteten Vermögen in der Region erstmals auf mehr als USD 400 Milliarden.

Personal & Corporate Banking steigerte den bereinigten Vorsteuergewinn um 3% auf USD 391 Millionen. Im Personal Banking wuchs das Nettoneugeschäftsvolumen um rekordhohe 8%. Das bereinigte Aufwand-Ertrags-Verhältnis betrug 59%. Bei Asset Management erhöhte sich der bereinigte Vorsteuergewinn auch dank der 2018 ergriffenen Kostenmassnahmen um 2% auf USD 109 Millionen. Die verwalteten Vermögen erreichten USD 824 Milliarden; die Nettoneugeldzuflüsse betrugen USD 0,1 Milliarden. Ohne Mittelflüsse bei Geldmarktfonds beliefen sich die Nettoabflüsse auf USD 2,3 Milliarden. Die insgesamt verwalteten Vermögen der UBS legten deutlich zu. Sie beliefen sich per Ende Quartal auf USD 3318 Milliarden nach USD 3101 Milliarden per Ende 2018.

Die Investment Bank erzielte einen gegenüber der Vorjahresperiode um 64% tieferen bereinigten Vorsteuergewinn von USD 221 Millionen und eine bereinigte Rendite auf zugeteiltem Eigenkapital von 7%. Der bereinigte Vorsteuerverlust des Corporate Center belief sich auf USD 17 Millionen.

Die harte Kernkapitalquote (CET1) liegt bei 13,0%, die Leverage Ratio des harten Kernkapitals (CET1) bei 3,8%, die Tier 1 Leverage Ratio (vollständig umgesetzt) bei 5,4% und das verlustabsorbierende Kapital bei USD 87 Milliarden. UBS beabsichtigt, im zweiten Quartal 2019 ihre Aktienrückkäufe fortzuführen.

"Das erste Quartal 2019 war von schwierigen Bedingungen an den Märkten beeinflusst, die sich gegen Quartalsende und in den April hinein verbesserten. Bei den strategischen Initiativen, die wir letzten Oktober an unserem Investor Update ankündigten, liegen wir ebenso im Plan wie bei den Massnahmen, mit denen wir dem Gegenwind an den Märkten begegnen. Diese Massnahmen dürften in der zweiten Jahreshälfte Wirkung zeigen und unseren Plan attraktiver Kapitalrückführungen im Jahresverlauf unterstützen", kommentierte UBS-CEO Sergio Ermotti das Resultat.

Vorsichtig optimistischer Ausblick

Obwohl sich infolge der synchronisierten Abkühlung der Weltwirtschaft das allgemeine Wachstum verlangsamt hat, dürften sich laut UBS die Weltwirtschaft und die Märkte jedoch weiter erholen und stabilisieren, wenn auch unterschiedlich rasch je nach Region und Anlageklasse.
Aufgrund des diversifizierten Regionen- und Geschäftsmixes geht UBS davon aus, von diesem Umfeld profitieren zu können. In Global Wealth Management und Asset Management würden die höheren verwalteten Vermögen voraussichtlich zu einem Anstieg der wiederkehrenden Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2019 führen. Allerdings wäre für mehr Dynamik eine nachhaltige Verbesserung der Marktaktivität und der Kundenstimmung in allen Unternehmensbereichen der Bank erforderlich.

UBS werde weiterhin ihre Strategie diszipliniert umsetzen und dabei auf ein "gesundes Verhältnis von Effizienz und Wachstumsinvestitionen" fokussieren, um ihre Ziele bei der Kapitalrückführung zu erreichen und für ihre Aktionäre nachhaltigen, langfristigen Wert zu schaffen, heisst es weiter in der Mitteilung.

Alle Artikel anzeigen