Positiver Ausblick für Hedge Fonds 2007

04.12.2006, 12:21 Uhr

In ihrem Jahresausblick für 2007 stellt Man Investments der Hedge-Fund-Branche eine überwiegend optimistische Prognose, weist aber auch auf einige Herausforderungen hin. Im nächsten Jahr verfügen die Hedge-Fund-Strategien Global Macro, Convertible-Bond-Arbitrage und Special Situations über die besten Chancen, fasst Thomas Della Casa den Bericht zusammen, den er mit Mark Rechsteiner verfasst hatte. Die beiden sind Investmentstrategen von RMF, ein Core-Manager von Man Investments, dem weltweit grössten unabhängigen Anbieter von Hedge-Fund-Anlagen.

Ausschlaggebend für die Hedge-Fund-Performance im nächsten Jahr wird weiterhin die Volatilität sein, bekräftigt Della Casa. Die hohen Zinsen üben dabei steigenden Druck aus und sind als entsprechend hohe Herausforderung für die Industrie zu werten. Wir werden denn auch in der Branche weitere Rationalisierungen und Konsolidierungen sehen, vor allem bei Managern, die die Erwartungen der Kunden nicht erfüllen, so seine Einschätzung.

2006 war kein einfaches, aber ein positives Jahr

Rückblickend heisst es in dem Bericht, dass Hedge Funds im bisherigen Jahresverlauf trotz schwierigen Rahmenbedingungen positiv abgeschnitten haben. Die Einbrüche im Mai und Juni wurden durch die gute Performance in den ersten Monaten und seit August dieses Jahres mehr als wettgemacht. Die Anlagekategorie verbuchte 2006 einen guten Start und erzielte das beste Quartal seit zweieinhalb Jahren. Alle Hedge-Fund-Stile schnitten positiv ab. Die scharfe Wende an den Aktien-, Devisen- und Rohstoffmärkten im Mai und Juni verringerte jedoch diese Gewinne und veranlasste viele Manager, ihre Risiken zu reduzieren. Zahlreiche Fonds verpassten in der Folge den Beginn der markanten Erholung, die sich seit August bemerkbar macht. Inzwischen haben sich aber die meisten Manager neu positioniert und erzielten sowohl im Oktober als auch im November solide Profite, fasst Della Casa zusammen.

Gemischte Signale für 2007

Für das kommende Jahr sieht er gemischte Signale: Während die inverse Zinskurve in den USA eine stärkere Wirtschaftsverlangsamung andeutet, geht der Aktienmarkt von einem Softlanding aus. Aktien dürften weiterhin von ihrer Attraktivität gegenüber Obligationen profitieren. Im Rohwarenbereich wurden spekulative Anleger dank den kürzlichen Korrekturen in andere Märkte verdrängt, weshalb wir kurzfristig limitiertes Aufwärtspotential sehen. Langfristig bleiben die Aussichten intakt, prognostiziert Della Casa. Eine deutliche Herausforderung stellt die Volatilität dar, die sich nach wie vor in fast allen Anlagekategorien auf einem Mehrjahrestiefst befindet. Direktionale Strategien und Trend-Folgeprogramme werden es dementsprechend schwer haben, gute Opportunitäten auszumachen. Da sich aber die Volatilität in der Vergangenheit immer zyklisch verhalten hat, ist es durchaus wahrscheinlich, dass wir im nächsten Jahr wieder höhere Kursschwankungen sehen werden, betont der Investmentstratege. Unter diesen Umständen favorisieren wir für 2007 diverse Volatilität basierte Strategien wie Convertible-Bond-Arbitrage, die von zunehmenden Unsicherheiten profitieren sollten.

Auch Global-Makro-Manager sollten gut positioniert sein, um Volatilitätsausbrüche, wie zum Beispiel eine Korrektur des US-Dollars, zu nutzen, heisst es in dem Bericht und weiter: Aufgrund der anhaltend regen Nachfrage der Unternehmen und Private-Equity-Investoren nach Mergers und Akquisitionen bleiben wir in Bezug auf Special-Situation-Manager optimistisch.

Die Hälfte der Überperformance des Fonds im Dezember stammt aus dem Übergewicht des Bankensektors. (Bild Shutterstock/ArtBackground)

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