23.07.2026, 09:13 Uhr
Der Derivate-Spezialist Leonteq hat im ersten Halbjahr 2026 die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Der Konzerngewinn stieg um 37 Prozent auf 12,7 Millionen Franken. Wachstum in allen Regionen und ein konsequentes...
Die nationale Kartellbehörde in Italien hat sechs Mineralölkonzerne mit einer Geldstrafe von insgesamt 937 Millionen Euro belegt. Die Unternehmen Eni, Esso, Ip, Q8, Saras und Tamoil sollen sich bei der Festlegung der im Kraftstoffpreis enthaltenen Biokomponente abgesprochen haben.
Die Ermittlungen wurden durch einen Whistleblower aus der Branche angestossen, der die Behörde informiert hatte. Laut einer Mitteilung beziehen sich die Strafen auf den Zeitraum von Anfang 2020 bis Mitte 2023. Den italienischen Energiekonzern Eni trifft die höchste Strafe. Er muss 336 Millionen Euro zahlen.
Nach Ansicht der Kartellbehörde nahmen die Konzerne nahezu gleichzeitig Preiserhöhungen vor, die grösstenteils übereinstimmten und durch direkten oder indirekten Informationsaustausch zustande kamen.
Die Biokomponente im Kraftstoffpreis ergibt sich aus der Verpflichtung, Benzin und Diesel gemäss nationalen und europäischen Regelungen mit Biokraftstoffen zu versetzen. Laut dem italienischen Fachverband FIGISC betrug dieser Anteil im ersten Halbjahr durchschnittlich etwa sieben Cent pro Liter – ein vergleichsweise kleiner Anteil im Vergleich zu Steuern oder Rohölkosten.