08.07.2026, 08:22 Uhr
Warteck Invest hat die Geschäftsleitung wie bereits im März angekündigt erweitert. Per 1. Januar 2027 übernimmt Mireille Lehmann die Rolle als Chief Development Officer, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch...
Infracore, die auf Spital- und Gesundheitsinfrastruktur spezialisierte Schweizer Immobiliengesellschaft, hat das endgültige Volumen ihres Börsengangs an der SIX Swiss Exchange bekanntgegeben. Der Angebotspreis liegt bei CHF 54.00 je Aktie, die Kotierung unter dem Tickersymbol «INFRAC» erfolgt am 9. Juli 2026. Ankeraktionärin AEVIS Victoria SA begrüsste die Transaktion am selben Tag in einer separaten Mitteilung.
Die Fakten zum IPO stehen. Der Börsengang soll am 9. Juli über die Bühne gehen. Das Basisangebot umfasst 3'703'703 neu ausgegebene Namenaktien sowie 505'500 bestehende Namenaktien aus dem Bestand von MPT Switzerland Holdings S.à r.l., einer Tochtergesellschaft von Medical Properties Trust Inc. und grösster Aktionärin von Infracore. Hinzu kommt eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 420'920 bestehenden Namenaktien, was bis zu 10 Prozent des Basisangebots entspricht. Insgesamt ergibt sich damit ein maximales Platzierungsvolumen von bis zu CHF 250 Millionen. Auf Basis des fixierten Angebotspreises beträgt die Marktkapitalisierung von Infracore bei der Kotierung CHF 826 Millionen.
Aus der Ausgabe der neuen Aktien fliesst Infracore ein Bruttoerlös von rund CHF 200 Millionen zu. Das Unternehmen will die Mittel primär für die Finanzierung der Sale-and-Leaseback-Pipeline sowie für Entwicklungsprojekte einsetzen, zudem für den Aufbau einer wachstumsstützenden Kapitalstruktur und für die Rückzahlung von Aktionärsdarlehen in Höhe von rund CHF 55,2 Millionen.
Eric Frey, CEO von Infracore, bezeichnete den Börsengang als wichtigen Meilenstein für das Unternehmen. Das starke Investoreninteresse bestätige die Attraktivität des Geschäftsmodells und der Wachstumsperspektiven; mit einem Portfolio hochwertiger Gesundheitsimmobilien und einer starken Marktposition in der Schweiz sehe sich Infracore gut positioniert, die Wachstumsstrategie konsequent umzusetzen und langfristig Wert zu schaffen.
AEVIS Victoria äusserte sich in einer eigenen Mitteilung positiv zur bekanntgegebenen Angebotsgrösse. Der durch die Aktienausgabe erzielte Erlös von rund CHF 200 Millionen versetze Infracore in die Lage, das weitere Wachstum voranzutreiben, die Sichtbarkeit zu erhöhen und die Transparenz hinsichtlich des Marktwerts zu verbessern. Aus Sicht von AEVIS trägt der Börsengang zudem dazu bei, den inneren Wert der eigenen Beteiligungsgesellschaft klarer sichtbar zu machen.
Der Handel mit den Infracore-Aktien beginnt am 9. Juli 2026. Am zweiten Handelstag soll die Aktie zudem in den Swiss Performance Index (SPI), den SPI Extra sowie den Immobilienindex SXI Real Estate Shares Broad (REAL) aufgenommen werden. Basierend auf dem Basisangebot resultiert ein Free Float von 27,5 Prozent. AEVIS Victoria SA und MPT werden nach Abschluss des IPOs auf Pro-Forma-Basis voraussichtlich 22,6 Prozent beziehungsweise 49,9 Prozent der Aktien halten – gegenüber 30 Prozent respektive 70 Prozent vor der Transaktion. Bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption würde sich der Free Float auf maximal rund 30,3 Prozent erhöhen, während sich die Beteiligung von MPT auf rund 47,1 Prozent belaufen würde.
Das Unternehmen sowie die beiden Hauptaktionäre MPT und AEVIS haben gegenüber den Joint Global Coordinators eine Lock-up-Periode von 180 Tagen ab dem ersten Handelstag vereinbart, die bis zum 5. Januar 2027 läuft. Für diesen Zeitraum bilden AEVIS und MPT eine Aktionärsgruppe im Sinne der schweizerischen Offenlegungsvorschriften.
Als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners des IPOs fungierten Citi und die Zürcher Kantonalbank. Die Baader Bank war als weitere Joint Bookrunner tätig, Swiss Finance & Property AG als Co-Manager und Octavian als Selling Agent. Rothschild & Co beriet AEVIS als Finanzberaterin.