Finma gibt zwei Krypto-Banken grünes Licht

Die von der Finma beaufsichtigten Institute dürfen Kryptowährungen oder andere Token grundsätzlich nur an externe Wallets ihrer eigenen, bereits identifizierten Kunden schicken. (Bild: Wit Olszewski/Shutterstock.com)
Die von der Finma beaufsichtigten Institute dürfen Kryptowährungen oder andere Token grundsätzlich nur an externe Wallets ihrer eigenen, bereits identifizierten Kunden schicken. (Bild: Wit Olszewski/Shutterstock.com)

Die Finanzmarktaufsicht hat bekanntgegeben, wie sie die Geldwäscherei im Blockchain-Bereich konsequent bekämpfen will. Ausserdem hat die Finma erstmalig zwei Blockchain-Finanzdienstleistern je eine Bank- und Effektenhändlerbewilligung erteilt.

26.08.2019, 14:12 Uhr

Redaktion: rem

Die Finanzmarktaufsicht (Finma) hat den zwei Blockchain-Finanzdienstleistern SEBA Crypto (Zug) und Sygnum (Zürich), die Dienstleistungen für institutionelle und professionelle Kunden anbieten, je eine Bank- und Effektenhändlerbewilligung erteilt. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit ist wie üblich mit verschiedenen Bedingungen und Auflagen verknüpft, welche einen geordneten Geschäftsaufbau sicherstellen sollen. Bei der Beaufsichtigung der beiden Institute wendet die Finma auch die in der am Montag veröffentlichten Aufsichtsmitteilung aufgeführten Grundsätze an.

Im Blockchain-Bereich bestehen aufgrund der Anonymität insbesondere erhöhte Risiken bei der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Die Finma hat laut eigenen Angaben das Geldwäschereigesetz bereits seit dem Aufkommen von Blockchain-Finanzdienstleistungen konsequent auf diese angewandt.

Im Rahmen der technologieneutralen Anwendung der aktuellen regulatorischen Anforderungen für den Zahlungsverkehr auf der Blockchain dürfen die von der Finma beaufsichtigten Institute Kryptowährungen oder andere Token grundsätzlich nur an externe Wallets ihrer eigenen, bereits identifizierten Kunden schicken und auch nur von solchen Kryptowährungen oder Token entgegennehmen. Finma-Beaufsichtigte dürfen keine Token von Kunden von anderen Instituten empfangen oder zu Kunden von anderen Instituten senden. Dies gilt solange, als im entsprechenden Zahlungssystem keine Angaben zum Absender oder Empfänger verlässlich übermittelt werden können. Diese etablierte Praxis gilt - anders als der Standard der Financial Action Task Force (FATF) - ausnahmslos und ist laut Finma somit eine der strengsten weltweit.

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