20.10.2026, 07:46 Uhr
Das Schweizer Vorsorgesystem legt im Marsh CFA Institute Global Pension Index 2026 auf 73,6 Punkte zu, verharrt im Ländervergleich aber auf Platz 11. Die alte Schwäche bleibt: die tiefen Ersatzquoten. Gleichzeitig...
Im September flossen 41,8 Milliarden US-Dollar in europäische ETF – etwas weniger als im Sommer. Das dritte Quartal war dennoch ein Rekord, und seit Jahresbeginn ist das Gesamtergebnis von 2025 bereits übertroffen. Rohstoff-ETF verzeichneten das stärkste Quartal ihrer Geschichte.
Im September floss etwas weniger Geld in europäische ETF als in den Sommermonaten. Laut dem ETF-Monatsbericht von Vanguard auf Basis von ETFbook-Daten investierten Anlegerinnen und Anleger 41,8 Milliarden US-Dollar in in Europa kotierte ETF. Aktien- und Obligationen-ETF schlossen beide im Plus. Dank hoher Zuflüsse im Juli und August erreichte das dritte Quartal trotzdem ein Rekordniveau.
Seit Jahresbeginn summieren sich die Nettozuflüsse auf 415,9 Milliarden US-Dollar. Damit ist das Gesamtergebnis von 2025 mit 371,7 Milliarden US-Dollar bereits drei Monate vor Jahresende deutlich übertroffen. «Die robuste Konjunktur und hohe Unternehmensgewinne sorgten für gute Stimmung an den Märkten», schreibt Jonathan Decurtins, Head of Wholesale Schweiz und Liechtenstein bei Vanguard. Hohe Zinsen und geopolitische Spannungen hätten daran wenig geändert.
Die Zahlen decken sich in der Grössenordnung mit anderen Auswertungen. Invesco beziffert die Zuflüsse im September auf 41,7 Milliarden US-Dollar und spricht vom sechsten Monat in Folge über 40 Milliarden US-Dollar. ETFGI, das auch ETP mitzählt, kommt für September auf 51,0 Milliarden US-Dollar und seit Jahresbeginn auf 432,5 Milliarden US-Dollar, ebenfalls mehr als im gesamten Rekordjahr 2025. Die Unterschiede ergeben sich aus der Abgrenzung des Marktes. Das verwaltete Vermögen europäischer ETF lag Ende September laut ETFGI bei 3,94 Billionen US-Dollar.
Die Angst vor Engpässen in der Energieversorgung trieb die Rohstoffpreise im Sommer sprunghaft nach oben. Rohstoff-ETF zogen im dritten Quartal 13,4 Milliarden US-Dollar an, so viel wie noch nie in einem Quartal. Zudem verzeichnete die Kategorie erstmals seit Januar 2024 fünf Monate in Folge Zuflüsse.
Aktien-ETF sammelten im September 29,2 Milliarden US-Dollar ein, im dritten Quartal insgesamt 113,9 Milliarden US-Dollar. Den Grossteil machten erneut Core-Strategien aus: Breit diversifizierte Basis-ETF zogen 20,6 Milliarden US-Dollar an. Im laufenden Jahr liegt der Monatsdurchschnitt dieser Kategorie bei 21,7 Milliarden US-Dollar. Mit grossem Abstand folgten Nachhaltigkeits-ETF mit 3,4 Milliarden US-Dollar und Smart-Beta-ETF mit 3,0 Milliarden US-Dollar. Abflüsse gab es bei Segment-ETF auf bestimmte Grössenklassen (minus 485 Millionen US-Dollar) und bei Sektor-ETF (minus 343 Millionen US-Dollar).
Regional haben globale ETF ihre Spitzenposition zurückerobert, nachdem in den drei Vormonaten US-Aktien vorne lagen. Globale Aktien-ETF verbuchten 12,1 Milliarden US-Dollar, ETF auf Industrieländer 8,6 Milliarden US-Dollar und US-Aktien-ETF 3,5 Milliarden US-Dollar. Am Ende der Rangliste standen ETF auf chinesische Aktien mit Abflüssen von 501 Millionen US-Dollar und auf kanadische Aktien mit 271 Millionen US-Dollar. Der grösste Einzelfonds-Zufluss ging laut ETFGI an den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF mit 3,07 Milliarden US-Dollar.
Obligationen-ETF verzeichneten im September Zuflüsse von 9,2 Milliarden US-Dollar und im dritten Quartal von 30,9 Milliarden US-Dollar. ETF auf Staatsobligationen führten die Rangliste mit 4,0 Milliarden US-Dollar erneut an. Sie verzeichneten in acht von neun Monaten Zuflüsse und kommen seit Jahresbeginn auf 35,1 Milliarden US-Dollar. Gefragt waren auch ETF mit sehr kurzen Laufzeiten (2,0 Milliarden US-Dollar) und Unternehmensanleihen-ETF (1,8 Milliarden US-Dollar). High-Yield-ETF verloren dagegen 461 Millionen US-Dollar.
Nach Regionen lagen ETF auf US-Obligationen mit 3,8 Milliarden US-Dollar zum zweiten Mal in diesem Jahr vorne. Es folgten Euroraum-Strategien mit 3,0 Milliarden US-Dollar und globale Strategien mit 963 Millionen US-Dollar. Grössere Abflüsse blieben aus. Alternative ETF und Multi-Asset-ETF spielten mit 139 Millionen beziehungsweise 72 Millionen US-Dollar eine Nebenrolle.